US-Banken zahlen im Voraus Gebühren an Regierung

Mit einer Vorauszahlung ihrer Gewerbegebühren wollen US-Banken der Regierung bei der Rettung der eigenen Branche unter die Arme greifen. Die US-Einlagensicherung FDIC stimmte einer Vereinbarung mit der Finanzwelt zu, die eine Vorauszahlung der Gebühren der nächsten 3 Jahre vorsieht.

Sie spült rund 45 Mrd. Dollar Barmittel in die Kassen der Federal Deposit Insurance Corp (FDIC), die nach der Serie von Bankenpleiten zuletzt selbst in die roten Zahlen gerutscht war. Die nun verabredete Vorauszahlung gilt als die attraktivere Alternative in der noch immer unter der Krise ächzenden Branche, der sonst höhere Notgebühren gedroht hätten.

US-Banken müssen jedes Quartal bestimmte Abgaben für die Sicherung ihrer Kundeneinlagen leisten, damit die FDIC im Fall einer Pleite einspringt. In diesem Jahr hatte die FDIC 120 US-Banken geschlossen, so viele wie seit 1992 nicht mehr pro Jahr. Im vergangenen Jahr brachen 25 Institute zusammen, 2007 waren es lediglich drei.