Wiener Börse schließt 4. Tag in Folge im Minus

Die Wiener Börse hat am Mittwoch bei schwachem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen geschlossen. Der ATX setzte damit seine Verlustserie den vierten Tag in Folge fort und fiel 28,55 Punkte oder 1,20 Prozent auf 2.343,11 Einheiten.

Deutliche Kursverluste gab es auch an den europäischen Leitbörsen zu verzeichnen. Vor allem der DAX litt unter dem schwachen Sentiment und sackte im Verlauf auf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn ab. Mehrere, kleine Faktoren sorgten zur Wochenmitte an den nervösen Märkten für Abschläge, hieß es von Händlern zur Begründung.

Bereits im Frühhandel wurde ein kurzer Erholungsversuch durch einen schwächelnden US-Future und einen abbröckelnden Euro verhindert. Daneben wurde auf charttechnische Faktoren sowie Spekulationen um eine mögliche Abstufung der Kreditwürdigkeit Deutschlands hingewiesen. Am Nachmittag trübte eine schwache Wall Street die Stimmung noch zusätzlich ein.

In Wien blieben neue Nachrichten Mangelware. Ans Ende der Kurstafel sackten Raiffeisen ab, die Papiere rutschten um klare 6,04 Prozent auf 24,43 Euro ab. Dagegen blieben die Kursverluste in Erste Group mit minus 0,55 Prozent auf 23,50 Euro moderat.

Schwach schlossen auch die Aktien des Verbund, welche 1,14 Prozent auf 16,00 Euro einbüßten. Am Vortag sackten die Papiere um fast sieben Prozent ab. Bei der Hauptversammlung sagte der Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber, dass der Stromkonzern heuer ein besseres operatives Ergebnis als die bisher erwartete 1 Mrd. Euro EBITDA erzielen könnte, sollte die Wasserführung weiter so gut sein wie bis Mitte April.