Wiener Börse schließt deutlich schwächer

Die Wiener Börse hat am Montag deutlich schwächer geschlossen. Der ATX fiel 106,64 Punkte oder 4,68 Prozent auf 2.170,86 Einheiten. Marktbestimmendes Thema in Wien waren heute die Ankündigungen über die Rückzahlung des Partizipationskapitals der Erste Group und der damit verbundene Kursrutsch, der den ATX tief ins Minus drückte.

Die schwachen internationalen Märkte litten unter den Sorgen um die chinesische Wirtschaft, die von Liquiditätsengpässen im Banksystem ausgebremst werden könnte. Letzte Woche war der Interbankgeldmarkt in China annähernd zusammengebrochen.

Die Erste Group hat heute angekündigt ihr gesamtes Partizipationskapital in der Höhe von 1,76 Mrd. Euro im dritten Quartal diesen Jahres zurückzahlen zu wollen. Anleger zeigten sich von der Finanzierung durch eine mögliche Kapitalerhöhung in der Höhe von 660 Mio. Euro verunsichert, hatte die Erste doch noch vor zwei Monaten so einen Schritt abgelehnt. Weiters belastete ein gesenkter Ausblick: Bis zu fünf Prozent weniger Betriebsergebnis werden nun für 2013 erwartet, hieß es. Die Aktie brach zwischenzeitlich um über zehn Prozent ein und schloss mit einem dicken Minus von 8,47 Prozent.

Raiffeisen sackten 4,86 Prozent ab. Nach dem Schritt der Erste Group wird nun auch bei der Raiffeisen Bank International (RBI) über eine Rückzahlung des Partizipationskapitals spekuliert. Die RBI hatte sich während der Krise 2,5 Mrd. Euro Kapital bei öffentlichen und privaten Geldgebern geliehen.

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