Wiener Börse schließt deutlich tiefer
Die Schwarzmeerflotte hat dem ukrainischen Militär auf der Krim ein Ultimatum bis 4.00 MEZ gestellt. Bis dahin sollten die ukrainischen Kräfte ihre Waffen niederlegen, ansonsten werde angegriffen, zitierte die russische Agentur Interfax am Montagnachmittag Kreise des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
Besonders stark litten in Wien die Aktien der in der Region engagierten Raiffeisen Bank International (RBI) unter der Krise und büßten 9,56 Prozent auf 22,84 Euro ein. Die RBI-Tochter Bank Aval ist eine der größten Bankhäuser in der Ukraine, zudem spielt das Russland-Geschäft für die RBI eine besonders wichtige Rolle.
"Jetzt gibt es Ängste, dass auch das Russland-Geschäft in Mitleidenschaft gezogen wird, falls die Situation eskaliert", sagte Thomas Neuhold, Chefanalyst von Kepler-Cheuvreux in Wien, zur APA. Mögliche Auswirkungen auf das Russland-Geschäft seien dabei viel wichtiger für die RBI als das Geschäft in der Ukraine. Sollte die Situation nicht eskalieren, dürfte sich die Raiffeisen-Aktie aber schnell erholen, glaubt der Analyst.
Größere Abgaben gab es auch der Erste-Group, die Aktie schloss 4,71 Prozent tiefer bei 24,50 Euro. Auch fast alle anderen Aktien beendeten den Handel im Minus.
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