Wiener Börse schließt klar tiefer

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Die Wiener Börse hat am Donnerstag klar tiefer geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Prozent auf 2.366,36 Einheiten. In der laufenden Woche musste der ATX damit bereits den dritten starken Verlusttag hinnehmen. Im Späthandel konnten die Abschläge jedoch noch etwas eingegrenzt werden. In Wien gab es wieder einmal Verkaufsdruck im Finanzbereich sowie bei der Verbund-Aktie nach einer Gewinnwarnung zu sehen.

Die Anteilscheine der Raiffeisen Bank International (RBI) mussten nach neuen negativen Nachrichten aus Ungarn einen Kursabschlag von 1,67 Prozent auf 22,41 Euro hinnehmen. Das neue Kreditgesetz in Ungarn, das Banken zur Rückzahlung überhöhter Wechselkurse bei Fremdwährungskrediten verdonnert, kostet die RBI bis zu 160 Mio. Euro, gab das Institut am Vorabend bekannt.

Bei der Erste Group sind es wahrscheinlich bis zu 300 Mio. Euro, wie es zur APA heißt. Das war einer der Gründe für die jüngste Verlustankündigung. Seit der Ergebniswarnung vor einer Woche büßten die Titel in Summe bereits fast ein Viertel an Kurswert ein. Am Berichtstag gaben die Aktien 2,36 Prozent auf 17,99 Euro ab. Heute standen die Aktienkurse jedoch europaweit unter Druck, nachdem in Portugal die Sorgen um die Großbank Banco Espiritu Santo angewachsen sind.

Die Verbund-Papiere rasselten um 2,60 Prozent auf 14,40 Euro nach unten. Auch hier gab es überraschend negative Neuigkeiten. Für das laufende Geschäftsjahr 2014 strich der Stromversorger die Prognose für den Konzerngewinn massiv von 150 Mio. Euro auf 70 Mio. Euro zusammen.

Unter den weiteren Schwergewichten schlossen OMV mit einem Abschlag von 1,66 Prozent auf 31,64 Euro. Die Wertpapierexperten von Nomura nahmen ihre Empfehlung für die Papiere des Mineralölkonzerns von "Neutral" auf "Reduce" zurück. Das Kursziel wurde zudem von 33 auf 31 Euro herabgesetzt.

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