Zumtobel im Halbjahr mit Gewinneinbruch

Der Vorarlberger Leuchtenhersteller hat im ersten Halbjahr 2009/10 mit 24,9 Mio. Euro um 41 % weniger Gewinn (Periodenergebnis) erwirtschaftet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (42,1 Mio. Euro). Der Umsatz sank um 10,8 % auf 572 Mio. Euro (641,1 Mio. Euro), wobei der Umsatzrückgang bereinigt um Währungseffekte 9 % betragen hat.

Das EBIT fiel im Halbjahr um 30,4 % auf 40 Mio. Euro (57,4 Mio. Euro). Bereinigt hat das Minus "nur" 21,7 % auf 47 Mio. Euro (60,1 Mio. Euro) betragen. Die Zahl der Mitarbeiter ging von 7.921 auf 7.365 um 7 % zurück.

Es gebe zwar "erste Anzeichen einer gewissen Marktberuhigung", beurteilt Zumtobel die Lage. Aber trotz "vereinzelt positiver Signale" gebe es bei der Nachfrage noch keine Entwarnung. Der konjunkturelle Tiefpunkt wird erst 2010 erreicht. Daher wird auch das Gesamtjahr 2009/10 (bis 30. April 2010) weitere Umsatzrückgänge bringen, die zweite Hälfte des Geschäftsjahres werde der Rückgang aber "moderater" ausfallen. Dank Sparmaßnahmen werde es "auch in dem saisonal schwächeren zweiten Halbjahr ein positives operatives Ergebnis" geben.

Kostensenkungen liegen im Plan

Bisher wurden 47 Mio. Euro eingespart, Zumtobel "ist auf einem sehr guten Weg, das bis Ende 2010/11 angestrebte Einsparvolumen von bis zu 100 Mio. Euro zu erreichen", sagt Zumtobel-CEO Andreas Ludwig.

Im 2. Quartal war der Umsatzrückgang im Vergleich zur Vorjahresperiode geringer als im Halbjahr, der Gewinnrückgang hingegen höher. Der Umsatz im 2. Quartal fiel um 9,6 % auf 293,4 Mio. Euro (324,5 Mio. Euro). Das EBIT fiel um 31,7 % auf 20,8 Mio. Euro (30,4 Mio. Euro), während das bereinigte EBIT mit 24,2 Mio. Euro um 24,4 % unter dem Vorjahreswert (32,0 Mio. Euro) lag. Der Periodengewinn fiel um 47,2 % auf 14,7 Mio. Euro (27,9 Mio. Euro).

Im Leuchtensegment sank der Umsatz im Berichtszeitraum um 10 % auf 426,7 Mio. Euro (währungsbereinigt minus 8,1 %), der Umsatz im Komponentensegment ging um 13,5 % auf 180,6 Mio. Euro zurück (währungsbereinigt minus 12,2 %). Ein Umsatzplus gab es dabei mit LED-basierten Produkten, um 57,6 % auf 34,4 Mio. Euro.

Zumtobel schnitt damit besser ab, als von Analysten erwartet worden war. Die Konsensusschätzung von Erste, RCB und UniCredit hatte für das Halbjahr ein Umsatzminus von 11,8 % auf 565,7 Mio. Euro, ein EBIT-Minus von 35,5 % auf 37 Mio. Euro und ein Periodenergebnis von 20,9 Mio. Euro vorhergesagt.