„Was nützt mir die Impfung?“
Die 8 wichtigsten Fragen zur Impfung
Was nützt mir die Impfung, wenn sie mich nicht vollständig vor Infektion schützt?
Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bieten die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer einen Schutz von 95 Prozent, das Vakzin von AstraZeneca ist in circa 80 Prozent der Fälle wirksam. Das heißt: Natürlich ist der Schutz nicht hundertprozentig, eine Infektion bei Geimpften ist möglich. Aber bisher zeigen alle Untersuchungen, dass die Verläufe einer Corona-Erkrankung in der Regel sehr harmlos ausfallen. Die meisten infizierten Geimpften haben nur leichte oder gar keine Symptome. Die Gefahr, mit Covid ins Krankenhaus zu müssen, sinkt um 90 Prozent.
Wer sollte sich den dritten Stich holen?
Eine Auffrischungsimpfung kann in keinem Fall schaden, grundsätzlich wird sie allen Personen ab einem Alter von 65 Jahren und Risikopatienten empfohlen. Die Immunisierung ist bei diesen Gruppen nachweislich geringer. Laut einer Eigenstudie von Biontech senkt diese sogenannte Booster-Impfung das Risiko einer Infektion noch einmal um 96 Prozent gegenüber den nur zweimal Geimpften. Am sinnvollsten ist der dritte Stich sechs Monate nach der zweiten Impfung.
Wann sollte ich mich impfen lassen, wenn ich bereits Covid hatte?
Wer bereits mit dem Corona-Virus infiziert war, hat sich damit einen gewissen temporären Schutz erworben. Sechs Monate nach der Infektion empfiehlt sich aber eine Impfung. Möglich ist eine Impfung allerdings bereits vier Wochen nach dem vollständigen Abklingen eventueller Krankheitssymptome. Vor allem, wenn neuere und noch aggressivere Virus-Varianten auftreten, sollte rasch gehandelt werden. Nach aktuellen Erkenntnissen reicht für ehemals Infizierte eine einfache Impfdosis aus.
Sind bei Impfung Nebenwirkungen möglich?
Wie auch bei anderen Impfungen, beispielsweise gegen die Grippe oder zum Schutz gegen Zecken, können Nebenwirkungen auftreten. Sie treten normalerweise bis zu 48 Stunden nach der Impfung auf. Laut dem deutschen Paul-Ehrlich-Institut, das für die Prüfung und Kontrolle von Medikamenten und Impfstoffen zuständig ist, können beispielsweise „sehr selten“ (in einem von 17.000 Fällen) bei jungen Männern Herzmuskelentzündungen auftreten. ABER: Nach Infektionen mit Covid treten diese Beeinträchtigungen vier Mal öfter auf.
Wer sollte sich nicht impfen lassen?
Abgesehen von gewissen Risikogruppen, sollte ein gesunder Mensch die Impfung verschieben, wenn er über 38,5 Grad Fieber hat. Eine leichte Verkühlung ist unbedenklich. Beim üblichen ärztlichen Aufklärungsgespräch vor der Impfung sollte man den Arzt auf eventuelle Unverträglichkeiten hinweisen.
Kann ich mich impfen lassen, wenn ich schwanger bin oder gerade mein Baby stille?
Ja. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland empfehlen die Gesundheitsbehörden Schwangeren und stillenden Müttern sogar die Impfung, weil sowohl für Mütter als auch für Neugeborene vor allem durch die mRNA-Impfstoffe ein bestmöglicher Schutz gewährleistet ist.
Muss ich mir nicht Sorgen machen, weil es keine Langzeit-Studien zur Corona-Impfung gibt?
Nein. Bei allen bekannten Impfungen wurden keine Symptome festgestellt, die erst nach Jahren auftreten. In sehr seltenen Fällen sind Langzeitfolgen möglich (siehe Frage 4), doch diese treten üblicherweise schon unmittelbar nach der Impfung auf. Der deutsche Virologe Lars Dölken: „Von den mRNA-Impfstoffen ist sechs Monate nach der Impfung ganz sicher kein einziges Molekül mehr im Körper vorhanden.“
Aktuell: Ist eine zeitgleiche Impfung gegen Corona und Grippe unbedenklich?
Ja. Eine zeitgleiche Impfung von Corona und sogenannten Tot-Impfstoffen ist unbedenklich. Man kann beide Impfungen sogar während eines Impftermins wahrnehmen. Grippeimpfung ist überhaupt anzuraten, denn auch die Influenza kann für Ältere und Vorerkrankte tödliche Folgen haben.
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