Juan Diego Florez: Der König der hohen Cs

Opernkritik

Juan Diego Florez: Der König der hohen Cs

In der „Regimentstochter“ sang der tenorale Superstar aus Peru 18 hohe Cs.

Nach der Uraufführung von Elisabeth Naskes bezaubernder Kinderoper Das Städtchen Drumherum am Samstagvormittag spielten sich am Abend tumultartige Szenen in der Staatsoper ab, als Juan Diego Flórez, der schwarz gelockte Adonis aus Peru, in Donizettis federleichter Buffa La Fille du régiment den Tiroler Edelweißpflücker Tonio sang. Bei der anmutigen Cabaletta Ah! Mes Amis mit den gefürchteten neun hohen Cs schnellten seine „acuti“ hoch, als würden sie von einem Katapult abgefeuert, worauf das entfesselte Auditorium durch nicht enden wollenden Applaus und Bravo-Geschrei eine Wiederholung der Arie erzwang. Der hinreißende Latin Lover mit der stratosphärischen Stimme sang ohne die geringste Anstrengung das Tenorglanzstück noch einmal, und das Opernhaus drohte, unter den orkanartigen Beifallsstürmen einzustürzen.

Besetzung
In der charmanten Inszenierung von Laurent Pelly war Íride Martínez eine lustige, ein wenig zu reife Marie, der spanische Starbariton Carlos Álvarez als Fettwanst mit glänzender Glatze ein liebenswerter Sergeant Sulpice.

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