Schauspiel-Ikone

Brigitte Bardot (†91): Millionen-Erbe ist plötzlich verschwunden

Weder der Sohn noch der vierte Ehemann erhalten ein großes Vermögen. Doch wo ist das Erbe der Filmdiva hin verschwunden? 

Der Ruhm lag ihr zu Füßen: Brigitte Bardot galt als Inbegriff des Sexsymbols – selbstbestimmt, unangepasst, frei. Eine Kinolegende von natürlicher Schönheit, ein Mythos ihrer Zeit. Dieser Mythos fand am 28. Dezember ein Ende, als Bardot im Alter von 91 Jahren in ihrem Heimatort Saint-Tropez starb.

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Brigitte Bardot: Der Durchbruch kam mit 22

Schon früh geriet die Tochter eines großbürgerlichen Industriellenpaares aus Lothringen ins Rampenlicht. Mit 15 Jahren wurde sie als Fotomodell entdeckt, nur wenige Jahre später gelang ihr der große Sprung auf die Leinwand: Mit 22 feierte sie ihren Durchbruch in „Und immer lockt das Weib“ (1956), an der Seite von Curd Jürgens. Regie führte Roger Vadim – ihr erster Ehemann. Den französischen Regisseur hatte Bardot 1952 geheiratet, damals war sie gerade 18. Vadim prägte ihr Image in den Anfangsjahren maßgeblich. Rückblickend sagte er: „Ich habe die Bardot nicht erfunden, sondern half ihr einfach nur zu blühen.“


 

Spannendes Liebesleben - und frühes Karriereende

Ihre Filme wurden legendär, ihr Lebensstil ebenso. Die Beziehungen an ihrer Seite trugen zusätzlich zur Aura von „BB“ bei, die sie weltweit bekannt machte. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs war sie die meistfotografierte Person ihrer Epoche. Hollywood streckte die Fühler nach ihr aus – doch Bardot lehnte eine internationale Karriere ab. 1973 zog sie sich, erst 40-jährig, endgültig aus dem Filmgeschäft zurück.

Millionen für die Tiere?

Früh wandte sie sich dem Tierschutz zu und stellte ihr gesamtes Vermögen in den Dienst dieser Sache. (…) Zuletzt übertrug sie alles auf ihre Stiftung: ihr kleines Landhaus in Bazoches ebenso wie „La Madrague“, an dem sie lediglich ein Nießbrauchrecht behielt. Selbst die Autorenhonorare ihres Buches flossen in die Stiftung. Ihr Sohn Nicolas-Jacques erhält aus dem verbleibenden Vermögen den Pflichtteil von 50 Prozent, der ihm nach französischem Recht zusteht.

Am 7. Jänner wird Brigitte Bardot am Küstenfriedhof von Saint-Tropez zur letzten Ruhe gebettet. Marine Le Pen hat ihr Kommen zugesagt. Auch ihr Sohn und ihre engsten Verwandten werden anwesend sein. Der Trauerzug soll gegen 10:00 Uhr starten und durch die Straßen ziehen, sodass die Öffentlichkeit die Gelegenheit hat, Madame Bardot die letzte Ehre zu erweisen.

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