Am 12. Juli feiert die „Fledermaus“ große Premiere in Mörbisch.
Mit Stars wie Helmuth Lohner, Alexandra Reinprecht und Daniela Fally starten heute die Seefestspiele in Mörbisch – Harald Serafins großes Finale.
ÖSTERREICH: Wie war die Generalprobe?
Harald Serafin: Sehr gut bis gut. Mein Motto lautet ja: Konzentration bis zuletzt. Der eiserne Wille, alles gut zu überstehen, ist immer in mir.
ÖSTERREICH: Wie ist das „Fledermaus“-Team?
Serafin: Es ist bestens studiert. Natürlich ist Helmuth Lohner als Frosch der Abräumer. Alle lachen nach jedem Satz. Er ist genial, kein Wunder, dass er so beliebt ist. Er fischt die Menschen mit einer Pointe nach der anderen beim Schopf.
ÖSTERREICH: Der Frosch ist auch eine famose Rolle.'
Serafin: Ich hab’ schon andere Frösche gesehen, wo man gesagt hat: „Geh’ ma weiter …“ Der Lohner ist die Cashcow für mich. Vor lauter Hochachtung hab’ ich gestern den Text falsch gesagt.
ÖSTERREICH: Und das übrige Ensemble?
Serafin: Alexandra Reinprecht ist die letzte österreichische Diva. Ich bin auch sehr stolz darauf, dass ich lauter Staatsopern-Kapazunder habe – die Reinprecht, die Fally, den Lippert, die Kushpler … Drei Jahre hab’ ich sie bekniet, damit sie dem alten Haudegen Serafin einen würdigen Abschluss verschaffen. Dafür umarme ich sie.
ÖSTERREICH: Wird das Wetter wieder ein Problem?
Serafin: Heute soll ein besonders gutes Wetter sein. Ich danke dem Herrgott – oder wem auch immer – für so einen schönen Abschluss und das Sprungbrett für einen neuen Beginn.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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