Kostenloser Live-Stream von sieben Neuinszenierungen pro Spielzeit geplant.
Opernfans aus aller Welt können die Darbietungen der Bayerischen Staatsoper künftig live im Internet verfolgen. Mit dem kostenlosen Live-Stream sei man Vorreiter unter den internationalen Opernhäusern, teilte das Nationaltheater am 3. August in München mit.
Kick off im November
Los geht es unter www.staatsoper.de am 3. November mit dem Auftragswerk "Babylon" von Jörg Widmann. "Ein Theaterabend im Opernhaus kann und soll dadurch natürlich nicht ersetzt werden. Aber für alle, die nicht vor Ort sein können, ist staatsoper.tv die beste Option, spannendes Musiktheater zu erleben", sagte Staatsintendant Nikolaus Bachler laut Mitteilung. Er wird vor jeder Übertragung in das Werk einführen.
Gratis Oper für alle
In den vergangenen Monaten war die Live-Übertragung getestet worden. Zuschauer aus 57 Ländern hatten die Darbietungen verfolgt, darunter auch viele Musikinteressierte aus den USA, Japan und Europa. Sieben ausgewählte Neuinszenierungen und Repertoirevorstellungen sollen pro Spielzeit auf diese Art gezeigt werden, versehen mit deutschen und englischen Untertiteln. Andere Häuser wie die Berliner Philharmoniker machen dies zwar auch, verlangen dafür aber Geld oder zeigen die Opern zeitversetzt. Das will man in München bewusst nicht. "Weil das Theater immer live ist", begründete Pressesprecher Christoph Koch. "Das Live-Gefühl ist ein besonderes, auch wenn man vor dem Computer sitzt." Außerdem könne sich das Haus so noch stärker für ein internationales Publikum öffnen.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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