Nach nur fünf Saisonen wird das Kulturspektakel in Niederösterreich eingestellt.
Für den "Kultursommer Schloss Wolkersdorf" im Weinviertel ist nach nur fünf Saisons das "Aus" gekommen. Es bestehe scheinbar kein Interesse, das Projekt weiterzuführen, teilte der erst seit 2011 als Intendant tätige Christoph Fälbl am 2. August in einer Aussendung mit.
Fälbl traurig über Ende
Fälbl, der letztes Jahr die Intendanz übernommen hat, zeigt sich angesichts der Eisntellung geknickt. "Ich bedauere die Tatsache, dass der "Kultursommer Schloss Wolkersdorf" mangels der Unterstützung durch die Stadt nicht mehr stattfinden wird", erklärte der sonst so witzige Kabarettist traurig. "Ich möchte mich bei allen Beteiligten herzlichst für die großartige Zusammenarbeit bedanken. Mir tut's irrsinnig Leid, aber wenn die Politik nicht will, sind Idealismus und Einsatz für die Region, scheinbar unerwünscht." so Fälbl weiter.
Das Aus kam via Gemeinmderatsbeschluss
Schon in diesem Jahr musste der 2007 ins Leben gerufene "Kultursommer" aufgrund von Renovierungsabreiten im Schloss eine Pause einlegen. Die Stadtführung hatte "dem Festspielverein als Alternative keinen adäquaten Standort zur Verfügung stellen" können. Das "Aus" sei nun auch in einem Gemeinderatsbeschluss festgehalten worden, so Fälbl. Er bedauere dies, "zumal seitens des Landes Niederösterreich bereits vor Wochen eine nicht unerhebliche Subvention des 'Kultursommers' in Aussicht gestellt wurde".
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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