Triumph im "Park"

Wolfgang Ambros: Polizei-Alarm beim Wien-Konzert

Ein älterer Mann spielt Gitarre und singt auf einer Bühne mit violettem Hintergrund.
© Thomas Zeidler
"Nicht dass da noch was passiert!" Wolfgang Ambros hat sein grandioses Unplugged-Programm "Pur" um Schmankerl wie "Schaffnerlos" verfeinert und musste dafür in Wien jetzt sogar das Publikum vor der Polizei warnen!
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"Wir haben da eine Reihe von Hiten. Hite, wisst ihr, was das ist? Ein Hit. Zwei Hite!" Wolfgang Ambros liefert mit seiner neu adaptierten Unplugged-Show "Pur" nicht nur ein Hit(e)feuerwerk, sondern auch eine Art Deutschkurs. Am Wochende stoppte der Austropop-Kaiser mit einem Doppelpack im Wiener Theater im Park und begeisterte dabei 3.200 Besucher - zwei Mal ausverkauft, zahlreiche "Suche Karten"-Schilder vor den Toren! - mit einer eindringlichen Werkschau, bei der er im Dreiklang mit Günter Dzikowski und Roland Vogl auch länger nicht gespielte Klassiker wie "Espresso", "Schaffnerlos" und sogar den "Inselwitz" wieder auf die Setlist setzte. "Ich habe ein Progammerl zusammengestellt aus Alten, ganz Alten und Ur-ur-alten Liedern. Denn es gibt ja nur alte Lieder!"

Älterer Mann in weißer Jacke spricht auf einer Bühne mit Mikrophon und blauem Hintergrund.
© Thomas Zeidler

Vom Opener "Des Sängers Flucht" bis zum traditionellen Mitklatsch-Finale "Schifoan" musste Ambros dabei sein textsicheres Publikum zweieinhalb Stunden lang in der Euphorie einbremsen: "Gegenüber wohnt ein pensioniertes Diplomaten-Ehepaar, das bei jedem Überschreiten der Lautstärke sofort die Polizei anruft und die bricht dann die Veranstaltung ab. Ihr müsst euch also zurückhalten. Ned, dass da no was passiert!"

Ein Mann im weißen Jackett singt am Mikrofon auf einer Bühne und gestikuliert mit den Händen.
© Thomas Zeidler

Die Gefahr war gegeben, denn ewige Austropop-Hymnen wie "Du verstehst mi ned", die "Kinettn", "A Mensch mecht i bleibn", "Zwickts Mi" oder "Gezeichnet für’s Leben" laden eben zum inbrünstigen Mitsingen ein. Ebenso das Bob-Dylan-Cover "Denk ned nach", der Georg-Danzer-Klassiker "Lass mi amoi no d' Sun aufgeh segn" („Uns hat eine ganz tiefe und einmalige Freundschaft verbunden!“) und die erst im Juni veröffentlichte Single "Die Sunnseitn vom Lebn", die Mundart-Version des Monty-Python-Klassikers "Always Look on the Bright Side of Life"

Ein älterer Mann spricht auf einer Bühne und hebt nachdenklich den Zeigefinger.
© Thomas Zeidler

Griff Ambros, der auch stimmlich in Höchstform agierte, bei "Du schwoaza Afghane" auch zur Gitarre , so gab es mit den Zugaben endgültig Blaulicht-Alarm: "Da Hofa", "Die Blume aus dem Gemeindebau" und "Es lebe der Zentralfriehof". Da war das Publikum nicht mehr zu halten. Als Grande Finale setzte Ambros natürlich noch "Schifoan" drauf. Nicht ohne dabei mit schelmischen Flüster-Gesten vor dem drohenden Einsatz der Exekutive zu warnen! Ein Triumph!


Drei ältere Männer stehen lächelnd Arm in Arm auf einer Bühne mit Mikrofonen.
© Thomas Zeidler

Bis 26. November mischt Ambros damit noch Österreich und Deutschland auf. 2027 will er mit einer Serie von Jubiläums-Konzerten zum 75er (19. März) nach legen. "Aber sicher ned so exzessiv wie zum 70er!" Bereits am 7. Oktober wird Wolfgang Ambros dafür von Bundespräsident Alexander van der Bellen der Titel "Professor" verliehen!


Zwei Männer lächeln und posieren gemeinsam für ein Foto in einem überdachten Außenbereich.
© Thomas Zeidler

Das ist die Setlist der neuen Ambros-Show

Des Sängers Flucht

Selbstbewusstsein

Oid Wuan

Denk ned nach

Du bist wia de Wintasun

Du vastehst mi ned

Lass mi amoi no d' Sun aufgeh segn

Die Freundschaft

Espresso

Die Sunnseitn vom Lebn

Drei Männer posieren hinter einer Geburtstagstorte mit Fotodruck und Himbeeren.
© Thomas Zeidler

Lokalverbot

Inselwitz

Kinettn

A Mensch möcht i bleibn

Langsam wachs ma zamm

Samma wieda guat

Zickt’s Mi

Du schwoaza Afghane

Schaffnerlos

Gezeichnet für’s Leben


Zugaben:

Da Hofa

Blume aus dem Gemeindebau

Zentralfriedhof

Schifoan

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