Neue Saison Teil 1: Theater

Premieren im Theaterherbst

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Premieren im Theaterherbst
© Salzburger Festspiele

Neue Wiener Theatersaison: Von Kleist bis Horváth und Turrini.
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Theater. In der ersten Septemberwoche beginnen die Wiener Bühnen die neue Saison. Die großen Schauspielhäuser Burg- und Akademietheater, Theater in der Josefstadt und Volkstheater bieten Hochkarätiges für jeden Geschmack.
■ Burgtheater. Die Saison im österreichischen Nationaltheater wird mit Kleists Prinz Friedrich von Homburg, dem letzten Drama des genialen Dichters der deutschen Klassik, in der perfekten, bei den Salzburger Festspielen bejubelten Inszenierung von Andrea Breth eröffnet. Im stilisierten, schwarzweißen Bühnenbild von Martin Zehetgruber steht Kleists poetische Sprache und der Vater-Sohn-Konflikt zwischen dem Kurfürsten und dem Prinzen im Zentrum. August Diehl brilliert in der Titelrolle als ich-verlorener Schwärmer und Traumtänzer, Pauline Knof bezaubert als schöne Prinzessin Natalie, Peter Simonischek spielt den Kurfürsten als trickreichen Machtpolitiker (Do, 6.9.).
■ Akademietheater. Drei Tage später folgt im Akademietheater die erste Uraufführung: Der Komet heißt das neue Stück der aus Mexiko gebürtigen deutschen Schauspielerin und Autorin Justine del Corte, die ihre Komödie über die Vergänglichkeit gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Erfolgsdramatiker Roland Schimmelpfennig, in Szene setzt. Die Hauptrollen spielen Sylvie Rohrer und Fabian Krüger (So. 9. 9.).
■ Josefstadt. Die erste Premiere im Theater in der Josefstadt ist einem Volksstück von Ödön von Horváth gewidmet: Kasimir und Karoline ist die traurige Ballade vom arbeitslosen Chauffeur Kasimir (Harald Windisch) und seiner Braut Karoline (Katharina Straßer), die einander auf dem Münchner Oktoberfest verlieren. (13. 9.).
■ Volkstheater. Das Haus am Weghuberpark wartet mit einer Erstaufführung auf: Aus Friedrich Cerhas Oper Der Riese vom Steinfeld, für die Peter Turrini das Libretto verfasst hatte, hat der Dichter ein Schauspiel gefertigt. Erzählt wird die Geschichte des 2,58 Meter großen Bauern Franz Winkelmeier, der als Schauobjekt zu Tode gehetzt wird (ab 7. 9.).

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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