Regensburger Domspatzen

Regensburg

Domspatzen mit Zukunftssorgen

Regensburger Domkapellmeister Roland Büchner auf Mitgliederfang.

Die Regensburger Domspatzen stehen auf der Liste der bedrohten Chöre Deutschlands. Grund dafür ist der Rückgang der Neuzugänge. Der Regensburger Domkapellmeister Roland Büchner will 2012 für die Regensburger Domspatzen verstärkt auf Mitgliederfang gehen.

Noch kein massiver Bedarf
"Auch wenn wir jetzt noch nicht ganz große Nöte haben, merken wir schon, dass die Zahl ein bisschen zurückgeht", sagte der Chorleiter des weltberühmten Knabenchors im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Wir hatten in den letzten fünf Jahren immer so zwischen 60 und 70 Neuaufnahmen und heuer sind es mal nur 50 gewesen." Jetzt sei es wichtig, einem weiteren Rückgang vorzubeugen - schließlich wirke er sich auf viele Bereiche aus. "Da hängen Lehrer dran, da hängen Chorleiter dran, Stimmbildner und Erzieher."

Verstärkte Werbung in neuen Jahr
2012 sollten verstärkt Schulen angeschrieben werden, um für das Internat der Domspatzen zu werben, erzählte der Domkapellmeister. Er plane auch, mit einigen Sängern Schulen rund um Regensburg zu besuchen, um den Chor vorzustellen. "Die Kinder singen dann den Kindern etwas vor und erzählen selbst - das ist nicht gut, wenn ich das tue." Außerdem denke das Chormanagement darüber nach, mehr Anzeigen in Zeitungen zu schalten. Bei der bundesweiten Nachwuchswerbung setzt Büchner weiterhin auf Konzerte - sie seien eine sehr gute Möglichkeit, Eltern und Kinder anzusprechen.