Enthüllt!

68. Opernball: Beate Meinl-Reisinger glänzt in Europa-Robe und eigener Loge

Während das offizielle Wien beim heurigen Opernball modisch und monetär eher auf Understatement setzt, bittet Außenministerin Beate Meinl-Reisinger zum glanzvollen diplomatischen Gipfelsieg in die Loge. 

Während das Gros der österreichischen Polit-Riege beim diesjährigen Opernball angesichts von Logenpreisen, die mit 26.000 Euro fast die Stratosphäre berühren, lieber in vornehmer Zurückhaltung verharrt, wählt Beate Meinl-Reisinger entschlossen die Flucht nach vorn. Als einzige Regierungspolitikerin leistet sie sich den Luxus einer eigenen Loge und macht die Staatsoper kurzerhand zum glanzvollen Nebenschauplatz diplomatischer Präzisionsarbeit.

Mehr lesen: 

Kleid enthüllt

Zwischen Walzertakt und dem Rascheln von Abendkleidern empfängt sie dort geballte internationale Kompetenz in Person ihrer albanischen und philippinischen Amtskolleginnen Elisa Spiropali und Maria Theresa Parreño Lazaro. Dass dieser Abend weit mehr als eine rauschende Ballnacht darstellt, belegen die geopolitischen Realitäten: Albanien gilt als zentraler EU-Beitrittskandidat, während die Philippinen als aktuelle ASEAN-Vorsitzende die Zügel in einem der entscheidendsten Wirtschaftsräume des Indo-Pazifiks fest in der Hand halten.

 


 

Das Außenministerium unterstreicht hierbei die Bedeutung des Opernballs als unverzichtbares Instrument der Beziehungspflege in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung. Damit auch der letzte Gast in der Logengasse versteht, für welches Team ihr Herz schlägt, hüllt sich die Ministerin in ein von Julia Lara Koenig kreiertes „Europa-Kleid“. Die azurblauen Stoffbahnen und der goldene Sternenkranz am Dekolleté sprechen eine deutliche Sprache – ebenso wie der proaktive und fast schon prophetische Zusatz der Ministerin, dass dieses textile Bekenntnis zur Union gänzlich aus privater Schatulle finanziert wurde.

In einem Umfeld, in dem bereits die einfache Eintrittskarte mit 410 Euro zu Buche schlägt, lässt Meinl-Reisinger somit keine Zweifel daran aufkommen, dass ihre diplomatische Mission zwar von öffentlichem Interesse, ihre Garderobe jedoch reine Privatsache bleibt.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten