Im ORF-Talk

Dompfarrer Toni Faber: "Zölibat wird völlig überschätzt"

Es ist genau zwei Jahre her, da sorgte Dompfarrer Toni Faber mit seiner Opernball-Begleitung für Gesprächsstoff. Damals kam er zum ersten Mal mit Natalie Nemec zu einem Event. Seither wurde viel gemunkelt. Jetzt sprach der Geistliche bei Patrick Budgen im ORF über Gerüchte - und den Zölibat.

Auch heuer war der Dompfarrer wieder mit "seiner" Natalie am Opernball auf dem Red Carpet unterwegs. Gerüchte über das ungleiche Paar gibt es seit einiger Zeit, geäußert hat sich Toni Faber bislang allerdings nicht. Am Montag sprach er im ORF erstmals mit Patrick Budgen über das Thema und zeigt sich ungewöhnlich offen.

Toni Faber
© Moni Fellner

Auf die Frage, ob Natalie seine Lebensgefährtin sei, winkt Faber entschieden ab. "Ich tituliere keine Frau als meine Lebensgefährtin, sondern bin froh, dass ich Natalie bei offiziellen Anlässen an meiner Seite habe", erklärt der beliebte Dompfarrer. "Ich entscheide mich für eine ganz konkrete Person als meine ständige Begleitung und dafür steht Natalie mit mir gemeinsam auch vor der Kamera. Und ich bin froh, dass das Persönliche nicht in der Öffentlichkeit und in Schlagzeilen publiziert wird", legt Faber nach. Zu seiner Ehelosigkeit steht er nach wie vor - nur am Zölibat übt er Kritik.

Dompfarrer Toni Faber:
© Fuhrich

Zölibat "völlig überschätzt"

Faber hofft seit Jahren auf eine Änderung des Zölibats bzw. dessen Abschaffung. "Der Zölibat wird völlig überschätzt. Wir haben zahlreiche Beispiele, die vorleben, dass auch als verheirateter Mann katholisches Priestertum möglich ist. In allen anderen christlichen Konfessionen ist das möglich, nur in der katholischen Kirche nicht", so Faber. Gleichzeitig betont er auch, dass er es wahrscheinlich nicht mehr erleben wird, eine Zölibat-Gesetzgebung verändert vorzufinden.

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