Weisz: "Ich nehme mir meine Freiheiten"

Interview

Weisz: "Ich nehme mir meine Freiheiten"

Als toughe Polizistin ermittelt sie im ORF. Auch privat ist sie kein "süßes Mädchen".

So böse wie als Inspektorin Cara Horvath in der neuen Krimi-Serie Janus (ab 1. 10., 20.15 Uhr, ORF eins) schaut Franziska Weisz (33) selten. Beim Interview mit Madonna SOCIETY lacht die Schauspielerin oft und auch laut. „Am liebsten über meine eigenen Witze!“ Auch sonst ist die Niederösterreicherin, die seit Jahren in Berlin lebt, eher der Kumpel-Typ. Wer sie auf ihre blonden Haare reduziert und als Weibchen behandelt, bekommt ihre starke Seite zu spüren. Vorsicht, denn Frau Weisz liebt es, zu boxen, wie sie im Talk verrät:

In der neuen ORF-Serie Janus spielen Sie eine harte Frau, die sich nach ihrem Job auch am Sandsack abreagiert. Dieses Wilde, Wütende – mussten Sie sich das schwer erarbeiten?
Franziska Weisz:
Ganz im Gegenteil. Ich habe als Teenager geboxt, habe Karate und alles gemacht. Und war mit den Buben am Fahrrad oder am Baum oder hab mit ihnen gerauft. Viel mehr als mit „My Little Pony“ zu spielen. Das war eigentlich immer ich. Ich mag das wahnsinnig gern, es liegt mir total. Ich mache jeden Tag Sport, habe durch den Dreh wieder mit dem Boxen angefangen oder hebe Gewichte – da komme ich viel mehr runter. Yoga macht mich aggressiv. Bikram Yoga ist für mich das Schlimmste. Wenn jemand mit mir kollektiv einatmen will, krieg ich die Krise und will nur noch raus! (lacht) Nein, so wie in der Szene – das bin ich.

Trotz der neuen Beziehung mit Felix Herzogenrath leben Sie in Berlin allein?
Weisz:
Ja, ja! Weil ich das einfach brauche. Ich brauche meinen Freiraum, einen Rückzugsort und das ist eben meine Wohnung. Dort steht zwar kein Boxsack – aber am Ende der Straße ist ein Fitnessstudio, wo ich mich abreagieren kann (lacht).

Sie leben in Berlin, seitdem schnurrt ihre Karriere. Muss man Österreich verlassen, um als Schauspieler zu überleben?
Weisz:
Nein, das glaube ich nicht. Aber das war immer schon mein Weg. Ich bin mit 18 ins Ausland gegangen, war nur sporadisch in Wien. Ich denke, ich fühle meine Wurzeln hier so stark, dass ich leicht wegfahren kann. Weil ich weiß, dass ich immer wieder zurückkomme. Nach Berlin zu ziehen, war bei mir eine innere Entscheidung, so das Gefühl: Ich muss wieder Bewegung reinbringen. Diese Freiheit nehme ich mir dann auch.

Mit Alexander Pschill als Serien-Partner – stimmte da die Chemie?
Weisz:
Ich bin von Mensch zu Mensch, nicht Frau /Mann, vollkommen verliebt in ihn. Wir hatten so einen Schmäh die ganze Zeit, wir haben vor Lachen geweint. Und auch die sensiblen Szenen haben super funktioniert. Er kann so ein Clown und dann wieder so offen sein. Ich hatte doppelt Glück, weil ich gleichzeitig Janus mit Pschill und Der letzte Bulle mit Henning Baum gedreht habe. Ich bin ständig hin und her gependelt, ein halbes Jahr. Und mit beiden hat es so gut funktioniert.

Das ganze Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe von Madonna SOCIETY!

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