Niki Lauda

3 WM-Titel, 25 GP-Siege, Mercedes-Boss

Lauda: Legende lebt ewig

Laudas Vollgas-Karriere: 3 WM-Titel, 25 GP-Siege und ein Feuerunfall auf dem Nürnburgring.

Nürburgring, 1. August 1976. Kollege Arturo Merzario zerrt Niki Lauda nach 55 Sekunden aus dem brennenden Ferrari. In der Klinik kämpfen die Ärzte um das Leben des Weltmeisters. Er erhält die Letzte Ölung. 42 Tage nach dem Unfall das vielleicht größte Comeback in der Sportgeschichte: Mit höllischen Schmerzen (verätzte Lunge, blutende Hautfetzen im Gesicht) belegt Lauda Platz 4 beim GP von Italien in Monza. Das WM-Duell mit James Hunt verliert er um einen Punkt, weil er beim Regen­finale in Japan aussteigt und meint: „Es gibt wichtigere Dinge als die WM – zu leben.“

42 Tagen nach Feuerunfall Sensations-Comeback

Die unglaubliche Karriere im Zeitraffer: Den ersten Mini in den Graben gefahren, setzt Lauda nach „für den Hausgebrauch“ gefälschtem Maturazeugnis alles auf eine Karte. Mit hohen Schulden kauft er sich in die Formel 1 ein: Debüt in Zeltweg 1971. Enzo Ferrari himself holt den Wiener in sein Team. Erster GP-Sieg in Madrid 1974. Im September 1975 krallt sich Lauda in Monza die erste WM-Trophäe.

Privat schwebt Niki mit Marlene, Ex-Freundin von Schauspiellegende Curd Jürgens, auf Wolke sieben. Hochzeit 1976, kurz vor dem Feuerunfall. Den zweiten WM-Titel macht Lauda 1977 vorzeitig in Monza klar. Im Streit mit Patron Enzo Ferrari pfeift Niki auf die letzten beiden Saisonrennen und unterschreibt bei Ecclestones Brabham-Team. Erster Rücktritt 1979 in Montreal: „Ich will nicht länger blöd im Kreis fahren.“

Dritter WM-Titel nach 
Finanz-Turbulenzen

Nach Turbulenzen bei der Lauda Air feiert Niki 1982 ein Sensations-Comeback mit McLaren, wird 1984 noch einmal Weltmeister.

Gemeinsam mit Mitteilhaber Toto Wolff krempelt Lauda 2013 das Mercedes-F1-Team um, unter ihm holen Lewis Hamilton und Nico Rosberg fünf WM-Titel in Serie.