Liebes- Aus für Schlieri

Nach Absturz & Rauswurf:

Liebes- Aus für Schlieri

Schlierenzauer-Drama: Erst ging die Liebe, dann kam der Tournee-Absturz.

Es wird der traurigste Geburtstag seines Lebens. Morgen feiert der einstige Überflieger Gregor Schlierenzauer seinen 26er. Nach feiern ist ihm wohl nicht zumute. Erst der Total-Absturz bei der Vierschanzentournee (nur Platz 33 in Innsbruck), dann der Rauswurf aus dem Team und jetzt auch noch das Liebes-Aus! Unmittelbar vor der Tournee hat sich der Rekordspringer (53 Weltcupsiege) von Langzeit- Freundin Sandra Stiegler getrennt.

2010 präsentierte er die hübsche Ernährungsberaterin erstmals als neue Liebe. 2011 zog man zusammen. Doch mit der aktuellen, für Schlierenzauer so schwierigen, Sprung-Saison kam die Krise. Sandra, sein einstiger Glücksbringer, ließ sich bei der Vierschanzentournee nicht mehr blicken und fehlte auch bei der Silvesterfeier im Hotel Karwendel.

Nach der Trennung fehlt Sandra als Glücksbringer

Die gescheiterte Liebe – mit ein Grund für Schlieris Total-Absturz auf der Schanze. Seit Dezember 2014 wartet er auf einen Sieg. Im Winter 2015 sprang er kein einziges Top-Ergebnis und bei der aktuellen Tournee verpasst er gleich zwei Mal das Finale.

Nach dem Innsbruck-Flop zog Cheftrainer Heinz Kutin die Konsequenzen und warf den Olympiasieger aus dem Team: „Gregor hat sich genug gequält.“

Innauer: "Zum Aufhören ist er zu jung, zu talentiert"

„Es passt so ganz und gar nichts zusammen, und mir fallen auch keine Antworten mehr ein“, kommentierte Schlieri die berufliche Niederlage. Zur privaten schweigt er. Trotzdem will ihn sein einstiger Chefcoach Anton Innauer nicht abschreiben: „Dafür ist er noch viel zu jung und viel zu talentiert.“

Interview: Innauer über Schlieri-Absturz


ÖSTERREICH: Wie geht’s Gregor Schlierenzauer?

Toni Innauer: Er ist es nicht gewöhnt zu verlieren, weil er von frühester Jugend an nur Erfolge gehabt hat.

ÖSTERREICH: Warum kann man gar so abstürzen?

Innauer: Solche plötzlichen Ups and Downs sind in keiner anderen Sportart möglich. Dazu kommt ein irrer Druck. Dass man sich zu schämen beginnt, wenn man so hinter den Erwartungen liegt. Das verkrampft.

ÖSTERREICH: Trauen Sie ihm ein Comeback zu?

Innauer: Die Frage ist die Motivation. Ist sie da, geht er auch durch diese Wüste durch und wird gestärkt wiederkommen. Wenn das nicht der Fall ist, dann wird er den Hut draufhauen.

ÖSTERREICH: Es gibt auch Gerüchte um ein Burnout?

Innauer: Das würde ich bei Gregor Schlierenzauer ausschließen!