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Nach "Ostmark"-Posting der Teutonia

Ö3-Kratky platzt auf Instagram der Kragen

In einem Live-Stream wetterte er gegen 'Nazi-Arschlöcher' und nimmt auch die sozialen Netzwerke in die Mangel.

Die Burschenschaft Teutonia sorgte diese Woche für reichlich Wirbel, als sie in einem Facebook-Posting den von den Nationalsozialisten für Österreich gebrauchten Begriff "Ostmark" verwendete. Wörtlich heißt es in dem mit 2. Februar datierten Beitrag auf der Facebook-Seite der Teutonia: "Heute besuchen einige unserer Volltätigen die Semesterabschlusskneipe unserer schlesischen Kartellbrüder der 'Die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn' im schönen Rheinland. Zusammen mit Farben-, Kartell- und Verbandsbrüdern aus der Ostmark, der BRD und Flandern lassen wir ein weiteres erfolgreiches Semester ausklingen."

Prominentes Mitglied der Teutonia ist FPÖ-Verteidigungssprecher Reinhard Eugen Bösch, der auch Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses des Nationalrates ist. Er distanzierte sich anschließend von dem Posting und nannte die Verwendung des Begriffs "inakzeptabel".
 

Kratky platzt im Live-Stream der Kragen

In den sozialen Netzwerken sorgte die Burschenschaft damit für reichlich Furore. Und auch Ö3-Moderator Robert Kratky ließ das Thema offensichtlich nicht kalt. In einem Live-Stream einer Instagram-Story erklärte er, was er von solchen Aktionen hält - und das, wie man es von ihm gewohnt ist, frei Schnauze. Laut Kratky hat hier wieder einmal jemand nicht nachgedacht, denn wer denke, dass es in Ordnung sei, "mit Begriffen um sich zu werfen, die von Nazi-Arschlöchern geprägt wurde", der solle sich lieber einmal ein Geschichtsbuch nehmen und sich dann in Grund und Boden schämen, fordert der "Ö3-Wecker"-Star.

Facebook & Co. haben Mitschuld daran

Viele seiner Fans sehen das ähnlich. Sie pflichten dem 45-Jährigen bei. Allerdings musste man auch Beschimpfungen lesen. Auch das dürfte ihn nicht verwundern. Immerhin nimmt er auch die sozialen Netzwerke wie Facebook & Instagram für Fälle wie das Teutonia-Posting in die Verantwortung. Sie würden zu einer Verrohung der Sprache führen. Aber er könne bei einem solchen Thema einfach nicht schweigen.

Versöhnlich zeigt er sich trotzdem und besteht darauf, dass er glaube, dass es auch viele Burschenschafter gibt, die mit dem NS-Gedankengut nichts am Hut hätten.