Rapper Sido

Wien

Sido: Rüpel-Auftritt vor Gericht

Dominic Heinzl klagte Nachrichtenmagazin auf 3.500 Euro Entschädigung.

Wien. Er kam, sah – und rüpelte rum: Der Auftritt von Rapper Sido vor dem Straflandesgericht in Sachen ­Dominic Heinzl gegen News war am Donnerstag standesgemäß für den Ex-ORF-Juror: "Sperren Sie mich ein, ich sag nix“, ließ er Richter Stefan Romstorfer wissen.

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Sido vor Gericht in Wien

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    Magazin nannte Heinzl
 "Ungustl des Jahres"
    Sido faselte von seinem Zeugnisverweigerungsrecht, das er nicht hatte. Dafür sind schon weniger renitente Zeugen in Beugehaft marschiert. Der lustlose Rapper aber durfte gehen.

    Das Verfahren selbst war eine Zweitauflage. News hatte nach einer Prügelattacke des Skandal-Rappers gegen Ex-Society-Reporter Heinzl (50) im ORF-Zentrum am ­Küniglberg sinngemäß behauptet, der Journalist habe nur markiert und sei von allein umgefallen. Als „Ungustl des Jahres“ wurde er schließlich tituliert.

    Wegen übler Nachrede wurde das Magazin bereits im ersten Durchgang zu 3.500 Euro Entschädigung verdonnert. Doch das OLG kassierte das Urteil – auch, weil eben der Zeuge Paul Hartmut Würdig (Sido) nicht angehört worden war.

    Weil sich der Deutsche diesmal weigerte auszusagen, fiel das Urteil erwartungsgemäß aus: Wieder 3.500 Euro für Heinzl. Nicht rechtskräftig.