Salzburger Festspiele starteten grandios

Eröffnungs-Gala

Salzburger Festspiele starteten grandios

Super-Start für die Salzburger Festspiele: Viel Jubel bei den beiden Großpremieren.

Gleich 10 (!) von 13 Ministern glänzten persönlich bei der Festspieleröffnung : Von Faymann bis Spindelegger, von Fekter bis Stöger, von Darabos bis Schmied und von Mitterlehner bis Mikl-Leitner war die gesamte Regierung auf Steuerkosten angereist, um zwei glanzvolle Premiere zu feiern.

„We are the world’s hottest spot“, jubelte Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler bei der Eröffnung. Zu Recht: Die Salzburger Festspiele sind heuer gut besucht wie selten zuvor. 242 Veranstaltungen gehen über die Bühne, 218.000 Tickets sind fast ausverkauft.

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Salzburger Festspiele: Die Highlights

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    Das Rabl-Stadler-Festival trotzt sogar dem Sauwetter. Gestern, zur Eröffnung, war es in Salzburg erstmals seit Wochen regenfrei. So fand die legendäre Jedermann-Premiere tatsächlich am Domplatz unter freiem Himmel statt. War beim Jedermann die Prominenz spärlich besetzt (nur Kanzler Faymann und SPD-Chef Gabriel wählten das „Spiel um den reichen Mann“), so gab es bei der zeitgleich stattfindenden Premiere zur Hochzeit des Figaro einen Promi-Aufmarsch, wie ihn Salzburg selten erlebte. ­Politprominenz en gros ­(inklusive Alt-Stars wie Vranitzky und Stoiber), Geldadel im Dutzend (von Piëch bis Flick), Medien-Stars von Zeiler bis Gottschalk. Alles läuft heuer in Salzburg auf.

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      Modefarbe der Festspiele ist heuer eindeutig Rot. Für den obligaten Skandal sorgte die „Ausladung“ von Globalisierungsgegner Jean Ziegler , der die Eröffnungsrede halten sollte. Intendant Markus Hinterhäuser zog dann den Ex-DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck (71) aus dem Hut. Dieser hielt ein „Plädoyer für das weniger Schlechte“ – die freie Demokratie sei noch immer das beste System.

      Aufreger am Rande: Grün-Aktivisten hatten zuvor Zieglers nicht gehaltene Rede als Broschüre an die Ehrengäste verteilt.

      Schrott & Voss als Superstars

      Die Salzburger Festspiele werden heuer von zwei „Traumpaaren“ regiert. Dabei wird dem genialen Theater-Traumpaar Birgit Minichmayr und Nicholas Ofczarek als Jedermann-Stars vom Traumpaar der Oper die Show gestohlen: Alles dreht sich in Salzburg heuer um Anna Netrebko und ihren Lebensgefährten, Bassbariton Erwin Schrott.

      Während sich Anna Netrebko mit nur einem Liederabend rarmacht, steht Schrott fast jeden Abend auf der Bühne – und wurde gestern bereits bei der Figaro-Premiere gefeiert.

      Star des Festivals ist heuer auch der „beste Schauspieler Europas“, Ex-Jedermann Gert Voss, der in Shakespeares Maß für Maß auftritt.

      Und besonders gefeiert wird in Salzburg heuer Riccardo Muti, der seinen 70. Geburtstag feiert. Keine Geringeren als die Philharmoniker beglückwünschen den Maestro.