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Sogar Morddrohungen

Stalkerin verfolgt Udo Jürgens

Eine verschmähte Liebhaberin bedroht das Leben von Schlager-König Udo Jürgens. Per SMS wurde ihm ein Attentat angedroht

Es sollte ein Auftritt ganz nach dem Geschmack von Udo Jürgens sein, ein Heimspiel quasi. Doch dann das: Kurz bevor er in Zürich die Bühne betreten wollte, piepste ein SMS auf dem Handy des Österreichers mit der Wahlheimat Schweiz: "Ich habe eine Waffe. Ich werde dich vernichten", stand in der Handy-Botschaft. Udo Jürgens holte die Polizei.

Stalking-Attacke
Höhepunkt einer Serie von Stalker-Attacken, wie sie der Schlagerstar ("Merci, Cherie") noch nie erlebt hat. Und es gibt einen konkreten Verdacht. Eine 36jährige Journalstin verfolgt den 72jährigen Sänder seit Monaten, quält ihn mit Anrufen - oft 50 in einer Stunde. "Stalking" (vom englischen "to stalk", verfolgen) nennt sich dieser Tatbestand.

Die Vorgeschichte
Bei einem Interview lernte Jürgens nach eigenen Angaben vor Jahren die blonde Journalistin kennen. Doch bei dem Gespräch soll es nicht geblieben sein. Jürgens in der deutschen "Bild": „Es begann ein unglaublicher Telefon-Terror. Ganz massiv. Ich habe mehrfach meine Nummern geändert, aber das hat alles nicht geholfen. Manchmal sind es bis zu 50 Anrufe in einer Stunde.“

Auch nachts habe ihn die Frau mit ihren Anrufen gequält. Jürgens: „Ich schalte deshalb mittlerweile vor dem Schlafengehen das Handy aus, ziehe auch den Stecker beim Festnetz raus. Mir ist das unheimlich. Ich weiß, dass die Frau in psychiatrischer Behandlung ist. Sie drohte auch mit Selbstmord.“

Zu dem Konzert in Zürich tauchte die blonde Journalistin tatsächlich auf. Erich Maag, Sprecher der Stadtpolizei Zürich: „Als die Person die Halle betreten hat, haben wir sie nach möglichen Waffen untersucht. Es wurde aber nichts gefunden. Wir wissen auch nicht, ob es sich um die Person handelt, die die anonyme Nachricht geschrieben hat.“

Stalkerin wehrt sich
Zu weiteren Ermittlungen will sich die Schweizer Polizei nicht äußern. Die Frau selbst bestreitet die Vorwürfe: „Ich kenne Udo Jürgens seit fast 20 Jahren. Es enttäuscht mich sehr, dass ich verdächtigt wurde, ihn umbringen zu wollen.“

Als „Stalkerin“ sieht sie sich auf keinen Fall: „Udo hat mich gefördert und ich durfte etliche exklusive Interviews mit ihm machen. Wir haben aber mehr als nur Gespräche geführt. Wir hatten auch ein intimes Verhältnis.“

Alles nur eine verhängnisvolle Affäre? Jürgens’ Management bestreitet, dass der Sänger eine längere Beziehung mit der Frau hatte. Jürgens will nun weitere rechtliche Schritte prüfen.