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Exklusiv-Interview

Toni und Lisi Polster: "Ja, wir trennen uns!"

Die Ehe von Toni und Lisi Polster ist nach 16 Jahren am Ende. In ÖSTERREICH spricht das Paar Klartext.

Kein böser Blick, kein lautes Wort verrät, was hinter der rosa Fassade des Einfamilienhauses in Wien-Hietzing seit Wochen traurige Realität ist. Toni und Lisi Polster, Österreichs einstiges Vorzeige-Ehepaar, haben sich Anfang Juli „nach harmonischen 16 Jahren Ehe“ getrennt. In Freundschaft. Noch leben die beiden mit ihren Kindern (Anton, 16, und Lisa-Maria, 13) unter einem Dach. Und auch in Zukunft wollen der Fußball-Held und seine Noch-Ehefrau den Kids als „gutes Team“ zur Seite stehen.

Interview
ÖSTERREICH traf Toni Polster, 42, und seine Frau Lisi, 38, zum exklusiven Doppel-Talk über die Gründe ihrer Trennung.

ÖSTERREICH: Aus Ihrem Umfeld hört man, dass Ihre Ehe am Ende sei.

Toni Polster: Es stimmt. Als ich von der Weltmeisterschaft zurückgekommen bin, am 2. Juli, war ich kurz zu Hause. Da haben wir gemeinsam entschlossen, dass wir uns trennen. Aber wir werden für die Kinder auch weiter ein Team bleiben. Wir waren ja dann auch noch zwei Mal auf Urlaub. Es gibt auch keine neuen Partner.

ÖSTERREICH: War es eine schwierige Entscheidung?

Toni Polster: Natürlich. Wir sind sehr traurig. Auch die Kinder.

Lisi Polster: Doch es ist wichtig, dass wir immer ehrlich zueinander sind. Auch wenn es unangenehm ist. Im Prinzip hat es der Toni vor eineinhalb Jahren schon vorgeschlagen. Da gab es erste Diskussionen – und jetzt war es eben soweit.

ÖSTERREICH: Ihre Ehe galt immer als harmonisch. Warum ging Ihre Beziehung in die Brüche?

Toni Polster: Wenn man das oft so genau wüsste! Vielleicht haben wir uns gegenseitig nicht mehr so glücklich gemacht, wie wir es beide wollten. Irgendwann haben wir feststellen müssen: So wollen wir nicht mehr weiter machen.

Lisi Polster: Wir haben uns in verschiedene Richtungen entwickelt. Die Interessen sind mittlerweile unterschiedlich. Es gibt Dinge, die wir beide uns von einer Beziehung wünschen, die der eine dem anderen aber nicht mehr geben kann. Wir könnten trotzdem zusammen bleiben, aber es würde für jeden irgendwo unbefriedigend sein.

ÖSTERREICH: Frau Polster, Ihr Mann hat Karriere gemacht, war viel unterwegs. Sie haben sich daheim um die Familie gekümmert. Hat das Lebensmodell für Sie nicht mehr funktioniert?

Lisi Polster: Das spielt sicher mit. Ja. In jungen Jahren denkt man über verschiedenste Dinge gar nicht nach und mit dem Älterwerden ändern sich dann die Bedürfnisse. Die Vorstellungen, wie das eigene Leben aussehen soll, werden konkreter. Aber das ist jetzt sicher keine Midlife-Crisis!

ÖSTERREICH: Herr Polster, durch die ORF-Show Dancing Stars wurden Sie zum Medienstar. Hat der Hype um Sie Ihrer Beziehung geschadet?

Toni Polster: Da sind wir schon sehr verschieden, die Lisi und ich. Sie hat diese Society-Welt immer gemieden und war nur dabei, wenn sie jemanden gekannt hat und eine Vertrautheit gespürt hat. Das war nie so ihr Ding.

ÖSTERREICH: Jetzt ist Ihre Ehe am Ende. Gibt es keinen Ausweg aus der Krise?

Toni Polster: Wir haben in den vergangenen Jahren sicher Probleme gehabt, wie jedes andere Paar auch. Aber bis jetzt waren sie nie so unlösbar. Jetzt sind wir an einen Punkt gekommen, wo es nicht mehr so weiter gehen kann. Wir wollen jetzt einen anderen Weg des Zusammenseins bestreiten. Für die Kinder wird sich nicht viel ändern. Die sind das Wichtigste in unserem Leben.

Lisi Polster: Diese Entscheidung beruht nicht auf einer kurzen Entwicklung. Wir haben ja versucht, auf den anderen einzugehen. Aber es war im Endeffekt nicht genug. Sicher denken sich jetzt einige: Jetzt haben sie es 20 Jahre geschafft – wieso nicht noch 20 Jahre?! Aber wenn man das Gefühl hat, dass da wirklich etwas Essenzielles fehlt, dann sollte man rechtzeitig gehen.

ÖSTERREICH: Wie soll es nun zwischen Ihnen weiter gehen?

Toni Polster: Wir wohnen erst einmal weiter zusammen. Wie sich das Ganze entwickelt, das werden wir sehen. Wichtig ist der Respekt und dass es keinen Streit gibt. Ob wer auszieht, wissen wir noch nicht. Das steht noch in den Sternen.

von D. Bardel, W. Ruiner/ÖSTERREICH