"Alarm für Cobra 11" im Visier von Umweltamt

Verseuchtes Grundwasser

"Alarm für Cobra 11" im Visier von Umweltamt

RTL-Serie soll Mitschuld an versuchtem Grundwasser in Düsseldorf sein.

In den letzten Monaten zerbrechen sich Umweltschützer, Sachverständige und Politiker im Raum Düsseldorf die Köpfe wegen mit PFT versuchter Böden und Grundwasser. Im Zuge der Ermittlungen wurde nun auch ein prominenter Verursacher ausfindig gemacht. Mitunter soll die RTL-Action-Serie "Alarm für Cobra 11" Mitschuld an dem verunreinigten Grundwasser sein. Das geht aus einem Bericht  von "Express.de" hervor.

Gefährliche Explosionen
Das RTL-Actionformat ist hinlänglich für seine rasanten Verfolgungsjagden und seine spektakulären Explosionen bekannt. Kaum eine Episode vergeht, wo nicht irgendein fahrbarer Untersatz in die Luft fliegt. Und genau dieser Tatbestand soll nun des Rätsels Lösung für die verseuchten Böden sein. Denn in den Jahren zwischen 2003 bis 2005 wurde auf der, damals noch nicht für den allgemeinen Verkehr geöffneten Straße B8n gedrehte. Zahlreiche Stunts samt Löscheinsätze standen dabei am Programm. Letzteres scheint nun der Auslöser für das mit PFT verseuchten Areal  zu sein. Denn zum Löschen setzten die Filmemacher einen Löschschaum ein, der auch auf am Flughafen Düsseldorf benutzt wurde, als 2005 die Frachtscheine "Atlas Air" brannte.

Politik reagiert
"Direkt an der B8n wurde eine hochgradige Verseuchung festgestellt, wo es keine Verbindung zum Flughafen gibt. Aber es gab dort öfter diese Dreharbeiten für die Action-Serie“, erklärte der  CDU-Ratsherr Andreas-Paul Stieber gegenüber dem Blatt. "In der Tat scheint unstrittig, dass es andere Verursacher für die Belastung mit PFT geben könnte. Und es gibt Hinweise auf diese Dreharbeiten. Das wird aber alles noch genau geprüft“, gab Inge Bantz, die stellvertretende Leiterin des Umweltamtes bekannt. Auch von Seiten der Produktionsfirma "Action Concept" gibt es bereits eine Stellungnahme. "Wir können uns nicht vorstellen, dass unsere Arbeit mit den Umweltschäden in Zusammenhang steht. Wir verwenden keinen Löschschaum, da der Schaum Bilder bei Anschlussaufnahmen stören würde. Wir werden aber die Drehtage der damaligen Zeit in allen Einzelheiten überprüfen“, richtet die Firma den Medien aus. Möge sich die angespannte Situation zwischen n den einzelnen Parteien legen und der wahre Grund für die Umweltverschmutzung bald geklärt sein. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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