"Pink Panther" vor Gericht

Gangster

17 Jahre für "Pink Panther"

Gangster raubten Opernball-Juwelier in Wien und drei andere Händler aus. 

Hochsicherheitsprozess: Vier Justizwachebeamte und mehrere Cobra-Beamte führten Mihajlo M. (30) und Nikola B. (24) Mittwochvormittag aus der U-Haft mit Handschellen und in Fußfesseln in den Saal 129 am Salzburger Landesgericht. Die beiden sollen der berüchtigten Pink-Panther-Bande angehören. Das Verbrechersyndikat vom Balkan mit knapp 400 Mitgliedern, soll bei Juwelen-Coups weltweit mehr als 500 Millionen Euro erbeutet haben.

Jung-Juwelier bei Prozess
Im Saal befand sich auch Jonas Kornmesser. Der Jung-Juwelier in Hemd und Sakko wurde beim Überfall am 18. Jänner von den Gangstern zusammengeschlagen und im Hinterzimmer eingesperrt. „Ein arges Gefühl mit diesen Typen wieder im gleichen Raum zu sein“, sagte er. Zu seinem Onkel, dem Opernball-Juwelier Ernst Klimitsch, der zwei Monate untergetaucht war, jetzt in U-Haft sitzt und bis zu 40 Millionen Euro Steuern bei Gold-Deals mit der Russen-Mafia hinterzogen haben soll (es gilt die Unschuldsvermutung), wollte er nichts sagen.

Wortkarg
Die Staatsanwaltschaft warf den beiden Serben zwei Überfälle in Wien und zwei in Salzburg vor. 1,8 Millionen Euro Beute sollen die Gangster (vertreten von Nikolaus Rast) gemacht haben. „Wir bekennen uns schuldig, mehr können wir nicht sagen“, zeigten sich die beiden in Jeans und Sneakers wortkarg. „Meine Mandanten haben von der Beute nichts abbekommen, die dürfte komplett an Hintermänner gegangen sein“, betonte Rast. Das Gericht verdonnerte sie insgesamt zu 17 Jahren Haft. Die Urteile – sieben und zehn Jahre – sind nicht rechtskräftig.

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