Unfall

Chronik

36 Prozent der Verkehrstoten waren Senioren

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Der Anteil ist trotz allgemeinen Rückgangs noch leicht gestiegen.

Die Zahl der Toten auf Österreichs Straßen ist im ersten Halbjahr 2016 stark zurückgegangen, Senioren gehören aber weiter zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern: Schon mehr als ein Drittel der Opfer stammt aus der Gruppe der Älteren, berichtete der VCÖ am Freitag. Mit einer besseren Infrastruktur für Radfahren und Gehen sowie mehr Verkehrsberuhigungsmaßnahmen müsse gegengesteuert werden.

Zahl der Verkehrstoten gesunken

Im ersten Halbjahr sank die Zahl der Verkehrstoten um elf Prozent, berichtete der Verkehrsclub unter Bezugnahme auf Daten der Statistik Austria. Die Zahl der tödlich verunglückten Senioren sei hingegen leicht gestiegen: 68 der 190 Todesopfer gehörten der Generation 65plus an. Damit betrug der Anteil Älterer an den tödlich Verunglückten bereits rund 36 Prozent, nach etwa 30 Prozent im Vergleichszeitraum 2015 mit damals 65 getöteten Senioren. Insgesamt waren in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres noch 214 Verkehrstote zu beklagen gewesen.

Fußgänger und Radfahrer

Jeder dritte betroffene Senior wurde als Fußgänger zum Opfer: "60 Prozent der tödlich verunglückten Fußgängerinnen und Fußgänger waren 65 Jahre oder älter, bei den mit dem Fahrrad tödlich Verunglückten beträgt der Anteil älterer Menschen 66 Prozent", erläuterte Markus Gansterer vom VCÖ. Das Verkehrssystem nehme auf die ältere Generation zu wenig Rücksicht, verwies er auf zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs und Mängel bei der Infrastruktur zum Gehen und Radfahren.

Als seniorengerechte Verkehrsplanung führte der VCÖ mehr und breitere Gehwege an, übersichtlicher gestaltete Straßenübergänge und Kreuzungen sowie ausreichend lange Grünphasen für Fußgänger an Ampeln. Abseits der Städte fehle oft ein dichtes öffentliches Verkehrsnetz, wodurch Ältere zu Autofahrten gezwungen oder für Einkäufe und Arztbesuche von anderen abhängig seien. Anrufsammeltaxis und Gemeindebusse sollten zum Grundangebot jeder Gemeinde gehören, forderte der VCÖ.

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