Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Coronavirus-Maßnahmen

Ab Montag Geschäfts- und Lokalsperren in ganz Österreich

Neue harte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus: Ab Montag bleiben Shops in ganz Österreich geschlossen, Lokale sperren ab 15 Uhr. Bereits jetzt werden Supermärkte leergeräumt.

Wien/Österreich-weit. Im Kampf gegen das neue Coronavirus fährt Österreich "auf Minimalbetrieb" herunter: Die Orte Galtür, Ischgl, See und Kappl im Paznauntal sowie St. Anton am Arlberg wurden unter Quarantäne gestellt, nicht essenzielle Geschäfte müssen für eine Woche schließen und Lokale dürfen nur mehr bis 15.00 Uhr offen haben. Nachweislich infiziert mit dem Virus waren Freitagnachmittag 504 Personen.

++++ Immer auf dem aktuellsten Stand: Große Sonderberichterstattung zum Coronavirus auf oe24.TV ++++

Alles, was Sie über Geschäftsschließungen & Gastronomie-Einschränkungen wissen müssen

Veranstaltungen wurden bereits abgesagt, auch Museen bleiben geschlossen – ab Montag wird das soziale Leben weiter auf ein Minimum reduziert: Wie jetzt offiziell bestätigt worden ist, werden Gasthäusern, Restaurants und Bars ab Montag nur noch bis 15 Uhr geöffnet sein. Zahlreiche Geschäfte werden ebenfalls geschlossen bleiben. Mit einer Dauer von mindestens ein bis zwei Wochen ist zu rechnen - Wie lange diese Sperre allerdings tatsächlich dauern wird, ist derzeit nicht bekannt.

Es besteht aber absolut kein Grund zu Hamsterkäufen: Kritische Infrastruktur wie Banken, Supermärkte, Apotheken bleiben auf alle Fälle geöffnet. Es wird weiter Lebensmittel, Drogerieprodukte oder auch Tiernahrung zu kaufen geben, die Bundesregierung will keinesfalls ein Chaos provozieren.
 
Video zum Thema: Coronavirus: Anschober zur aktuellen Situation
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
 
Gerüchte über ein Ausgeh-Verbot, um „die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren", werden von der Bundesregierung mit Vehemenz dementiert: Das sei "Fake", das sei "nicht geplant".
 

Beschränkungen in der Gastronomie ab 15 Uhr

Die von der Regierung angekündigten Maßnahmen im Gastgewerbe umfassen folgende Gastgewerbe:

  • Gasthaus, Gasthof, Hotel, Rasthaus, mit Ausnahme der Gästebeherbergung
  • Restaurant, Speisehaus, Bierstube, Branntweinstube, Weinstube, Eisdiele/Eissalon
  • Cafe, Cafe-Restaurant, Kaffeehaus, Tanzcafe     
  • Bar, Diskothek, Nachtklub (Betrieb mit varieteartigen Darbietungen oder Animierlokal, jeweils ohne Publikumstanz)         
  • Buffet, Cafe-Konditorei, Espresso und alle übrigen Gastgewerbebetriebe    
Für die bloße Gästebeherbergung ist keine Sperrzeit festgelegt. Die Verabreichung von Speisen ist dort erlaubt. Lieferservice ohne Kundenverkehr im Geschäftslokal soll möglich sein.
 
 

Einschränkung des Kundenverkehrs im Handels- und Dienstleistungsbereich

 
Der Kundenverkehr in Geschäftslokalen im Handels- und Dienstleistungsbereich (nicht erfasst ist der produzierende Bereich) ist aufgrund der damit verbundenen Weiterverbreitung des Coronavirus einzustellen. Davon ausgenommen sind Handels- und Dienstleistungen zur Sicherstellung von Leben und Gesundheit.
 

Die Ausnahmen umfasst sind insbesondere Bereiche:

  • Lebensmittelhandel
  • Drogerien
  • Apotheken
  • Medizinische Produkte und Heilbehelfe
  • Gesundheits- und Pflegedienstleistungen
  • Verkauf von Tierfutter
  • Agrarhandel
  • Tankstellen
  • Sicherheits- und Notfallprodukte & Wartung
  • Banken
  • Post & Telekommunikation
  • Lieferdienste
  • Reinigung / Hygiene
  • Öffentlicher Verkehr
  • Trafiken & Zeitungskioske
  • Wartung kritische Infrastruktur
  • Notfall-Dienstleistungen
 
 
Sollten die Erkrankungen 10.000 Fälle erreichen, gibt es für Österreich Shutdown-Notfallpläne, wie sie bereits in Italien gelebt werden.

Kurz: "Österreich muss auf Minimalbetrieb herunterfahren"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) betonte am Nachmittag bei der Präsentation der Maßnahmen, dass das soziale Leben ab Montag auf ein Minimum reduziert werden müsse: "Österreich wird nicht auf Dauer, aber doch auf Zeit auf Minimalbetrieb herunterfahren müssen."
 
Video zum Thema: Kanzler Kurz: ''Land muss auf Minimalbetrieb heruntergefahren werden''
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
 
Zusätzlich zu den rund 9.500 Einheimischen in den Tiroler Krisengebieten sind auch noch die Angestellten in den Hotels sowie die österreichischen Urlauber von der 14-tägigen Isolation betroffen. Um wie viele Personen es sich dabei handelt, war vorerst unklar. In ganz Tirol sind zudem alle Hotels von der Schließung wegen des Coronavirus betroffen, also nicht nur jene in den Skigebieten. Dies betonte LH Günther Platter (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Ausnahmen gebe es nur für medizinisches Personal sowie im Geschäfts- bzw. Wirtschaftsbereich.
 
Am Freitagnachmittag sind die letzten heimischen Touristen, die noch in Italien festsaßen, nach Wien zurückgekehrt. Das Außenministerium hatte für rund 150 Urlauber einen Sonderflug mit einer AUA-Maschine organisiert. Die Rückkehrer kommen nun für 14 Tage in selbstkontrollierte Heimquarantäne.

Diese Website verwendet Cookies

Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer   Datenschutzerklärung .
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten