Preis-Schock: Alles wird teurer

Die ganze Liste der Teuerungen

Preis-Schock: Alles wird teurer

Viele Nahrungsmittel wurden im August wieder teurer. Aber Fliegen ist günstig wie nie.

Wien. Das Leben in Österreich ist schon wieder teurer geworden. Im August zog die Inflation weiter an: auf 2,2 % (nach 2,1 % im Juli). Stärkster Preistreiber waren einmal mehr die Spritpreise. Diesel wurde laut Statistik Austria im Jahresvergleich um 15 % teurer. Die Heizölpreise stiegen überhaupt um 24 %!

  • Butter, Brot, Obst. Die Nahrungsmittelpreise stiegen zwar etwas moderater als im Juli, aber Fakt bleibt: Essen wird teurer. Butter kostet 6,7 % mehr, Brot 2,8 % mehr. Viele Obst- und Gemüsesorten explodierten vom Preis her, nicht zuletzt wegen der Dürre: Trauben wurden 13,7 % teurer, Pfirsiche 9,1 %, Äpfel um 4,2 %. Für Blattsalat zahlen wir jetzt 14 % mehr als vor einem Jahr, für Paprika 5,5 %.
  • Mieten zogen um 3,6 % an. Mehr Geld brauchen wir auch fürs Wohnen. Insgesamt müssen wir für Wohnen, Wasser und Energie im Schnitt 2,6 % mehr bezahlen als vor einem Jahr. Die Mieten stiegen um 3,6 %, Haushaltsenergie wurde um 3,2 % teurer. Einrichtungsgegenstände kosten im Schnitt 3,8 % mehr als im August 2017.
  • Städteflüge 35 % günstiger. Es gibt aber auch gute Nachrichten, vor allem Reisefreudige haben es diesen Sommer gemerkt: Städteflüge kosteten um mehr als ein Drittel weniger (–34,8 %) als vor einem Jahr, Flugpauschalreisen um 4,6 %. Hotels und Restaurants wurden dafür um 3,1 % teurer. Günstiger wurden Mobiltelefone (–5,2 %). Auch im Supermarkt wurde manches billiger, etwa Tiefkühlpizza (–3 %), Kartoffeln (–2,2 %), Zitronen (–11,4 %), Zucker (–8,5 %).
  • 2,4 % mehr fürs Tägliche. ­Alles in allem verteuerte sich der tägliche Einkauf um 2,4 %. Der wöchentliche Einkauf, zu dem eben auch das Tanken gehört, stieg im Preis um stolze 5,5 %.

© oe24 Grafik

(sea)

 

... aber neues Geld für alle

Am Montag wurden die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten präsentiert. Die Farben wurden leicht verändert, auch das Format: Sie sind nun so groß wie der 50er und passen leichter in die Geldbörse. Die Sicherheitsmerkmale wurden verbessert (Schutz gegen Fälschung). Bis zum Start Ende Mai 2019 werden 2,3 Mrd. Stück 100er und 700 Mio. 200er produziert, je 55 Mio. in Österreich. Die Euro-Serie ist damit komplett erneuert, die anderen Scheine waren in den Vorjahren dran, der 500er wird eingestellt.

© APA/HANS PUNZ

  • Hunderter wird gelblicher:

Die grüne Farbe wurde etwas angepasst. Schein ist schmäler, jetzt wie der 50er.

1. Satelliten-Hologramm: Beim Kippen des Scheins kreist es satellitenartig um die Zahl herum.
2. Porträt-Wasserzeichen: Wird im Gegenlicht sichtbar, mit der ­mythologischen Gestalt der Europa.
 
  • Zweihunderter wird bräunlicher:

Der neue Schein ist weniger gelb. Das Format ist kleiner als vorher, passt besser in Geldbörse.

3. Smaragdzahl: Erzeugt beim Kippen einen Lichtbalken über der Zahl, die Farbe ändert sich dann in Blau.
4. Fühlbares Relief: Das Papier der Banknoten ist fest und griffig, das Relief an den Rändern ist deutlich fühlbar.
 

Tanken kostet 15 Prozent mehr als vor einem Jahr

Hauptgrund für die steigende Teuerung sind die Treibstoffpreise, die in den letzten Monaten immer weiter stiegen. Diesel war im August um 15,2 % teurer als ein Jahr zuvor, Superbenzin kostete um 12,3 % mehr. Beim Heizöl zogen die Preise sogar um knapp 25 % an.

Ölpreisrallye. Aktuell sind die Preise an den Zapfsäulen auf Jahreshoch. Und ein Ende des Aufwärtstrends sehen Experten derzeit nicht. Denn die Rohölpreise zeigen ebenfalls nach oben, nähern sich rasant der 80-Dollar-Marke. So viel wie jetzt kostete das Fass Rohöl zuletzt im November 2014. Irankrise, US-Handelskonflikte – all das dürfte den Ölpreis weiter in die Höhe treiben …

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