Ein alter Wetterglaube rückt am vergangenen Wochenende in den Mittelpunkt: Die traditionelle Bauernregel verbindet den Tag des heiligen Nepomuk (16. Mai) direkt mit den Aussichten für die aktuelle Jahreszeit. Darum war der regen gut für schöne Aussichten.
Der Mai bringt in Österreich immer wieder wechselhaftes Wetter mit sich. Am Wochenende stand dabei eine ganz besondere Weisheit im Fokus der Tradition, die sich mit den Niederschlägen und deren Folgen für die Natur beschäftigt. Der Spruch lautet wortwörtlich: „Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht.“ Diese Überlieferung zieht eine direkte Verbindung zwischen dem Zustand am heutigen Tag und den kommenden Wochen.
Die Formel zeigt deutlich, wie intensiv sich die Menschen früher mit den Bedingungen der Natur auseinandergesetzt haben. Wasser gilt in diesem Zusammenhang traditionell als wichtiger Faktor für das Wachstum. Wenn am Tag des heiligen Nepomuk (16. Mai) der nötige Regen fällt, wurde das in der klassischen Landwirtschaft als positives Zeichen für die Natur gewertet. Ein nasser Tag soll demnach die Basis für eine gute Entwicklung im weiteren Verlauf der Saison legen. Das war heuer der Fall.
Bedeutung für das Frühjahr
Die Frage, ob die alte Regel recht behält, beschäftigt viele Menschen beim Blick aus dem Fenster. Ohne verlässliche moderne Daten bleibt der Spruch natürlich ein historischer Wetterglaube, der vor allem den Wunsch nach einem ertragreichen und schönen Frühjahr widerspiegelt. Die Kombination aus Tradition und Naturbeobachtung hat in vielen Regionen Österreichs nach wie vor einen festen Platz im Bewusstsein der Bevölkerung.