Am Freitag fegt uns "Xaver" um die Ohren

Schneesturm

Am Freitag fegt uns "Xaver" um die Ohren

Orkantief "Xaver" bringt uns Böen der Stärke 10 und ganz viel Schnee.

Über dem Nordatlantik hat sich ein gewaltiges Sturmtief zusammengebraut. Orkan "Xaver" wird laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vor allem an den Küsten der Beneluxstaaten, Deutschlands, Polens und Skandinaviens Sturmfluten mit Böen bis 140 km/h auslösen. "Xaver" wird auch Österreich treffen. Und jede Menge Neuschnee bringen.

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Sturm auch in Österreich
Stürmisch wird es ab Freitagnacht auch in Österreich. "Wir erwarten Böen bis zu 90 km/h an der Alpennordseite und auch im Osten des Landes. Teilweise können es bis zu 150 km/h werden", warnt Christian Csekits von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Nach bisherigen Einschätzungen der Wetterexperten bringt uns "Xaver" aber vor allem eins: viel Schnee.

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Am Freitag fegt uns

Sturmwarnung für Österreich am Freitag

Heftig wird es vor allem ab Freitagfrüh an der Alpennordseite und im Osten: Sturmböen der Stärke 9 und 10 sind wahrscheinlich. Dazu fallen in den Tälern bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, auf den Bergen sind es sogar bis zu 50 Zentimeter. Brisant: Der Schneesturm soll das ganze Wochenende lang wüten.

Hier ein Satellitenfilm vom herannahenden Orkan - So kommt er nach Österreich.

 

Die Prognose im Detail:

Der Freitag in Österreich
Entlang der Alpennordseite vom Bregenzer Wald bis ins Mariazeller Land ist der Himmel von kurzen Auflockerungen abgesehen grau in grau und häufig ist Schneefall zu erwarten, der östlich von den Kitzbüheler Alpen auch ergiebig sein kann. Sonst wechseln Wolken und kurze sonnige Abschnitte einander rasch ab, dazu sind einige Schneeregen- und Schneeschauer einzuplanen, in tiefen Lagen gibt es auch Regenschauer. Mitunter sind am Nachmittag sogar einzelne Graupelgewitter möglich. Besser ist das Wetter im Süden, dort erfolgt ein Wechselspiel aus Wolken und Sonne. Anfangs sind ein paar Regentropfen möglich, die allerdings am kalten Boden gefrieren und örtlich Glatteis verursachen können. Am Nachmittag sind hier nur einzelne Regen- oder Schneeregenschauer einzukalkulieren. Der Wind bläst lebhaft bis stürmisch aus West bis Nordwest, lediglich südlich des Alpenhauptkammes ist der Wind mäßig. Die Frühtemperaturen liegen zwischen minus 6 und plus 4 Grad, die Nachmittagstemperaturen zwischen 0 und 6 Grad, im Süden sind örtlich bis zu 8 Grad möglich.

Sperre von Flughäfen und Straßen

Während in Europas Norden mit Sperren von Flughäfen, Fährverbindungen und Straßen zu rechnen sind, muss man sich hierzulande lediglich auf etwas Schneefall vorbereiten. Vor allem von Freitag bis Sonntag schneit es an der Nordseite der Alpen verbreitet, vom Bregenzerwald über das Salzkammergut bis zum Mostviertel. Die ZAMG erwartet in den Tälern zehn bis 30 Zentimeter Neuschnee, auf den Bergen um die 50 Zentimeter.

Stürmischer Wind
Im Flachland, von Linz über Wien bis Eisenstadt, kommen maximal ein bis fünf Zentimeter Neuschnee zusammen. Der Wind ist stark bis stürmisch. Kaum schneien wird es in den nächsten Tagen im Süden Österreichs. Hier scheint auch zeitweise die Sonne.

Flüge gestrichen
In den Niederlanden sind für Donnerstag zahlreiche Flüge gestrichen worden. Betroffen seien zunächst 84 Kontinentalflüge vom und zum Amsterdamer Flughafen Schiphol, sagte ein Flughafensprecher am Mittwoch. Interkontinentalflüge seien zunächst nicht betroffen.

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Am Freitag fegt uns

(c)EPA

Sturm, Schnee und Kälte
Mit Sturm, Schnee und eisiger Kälte soll das Tiefdruckgebiet "Xaver" in den kommenden Tagen auch auf Deutschland treffen. An der Nordseeküste ist ab Donnerstag mit teils extremen Orkanböen zu rechnen. Es besteht zudem Sturmflutgefahr.

140 km/h
An der Küste könnten Böen im Einzelfall mehr als 140 Stundenkilometer erreichen. Die Niederlande rechneten zuletzt mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Mit orkanartigen Böen ist im weiteren Verlauf im gesamten Norden Deutschlands bis zur Linie Münster-Berlin zu rechnen. "Xaver" bringt kalte Polarluft und Schnee mit sich.

Diashow: Orkan wütet in Europa


 



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