Wetter-Prognose

Bibber-Alarm: Eisheilige kommen heuer schon früher

Die Eisheiligen machen ihrem Ruf auch in diesem Jahr alle Ehre – und sorgen sogar früher als gewohnt für einen deutlichen Kälteeinbruch 

Normalerweise treten die fünf Lostage zwischen dem 11. und 15. Mai auf, doch diesmal kündigt sich die Abkühlung bereits einige Tage zuvor an. Für viele bedeutet das: Der kurze Vorgeschmack auf den Frühsommer ist erst einmal vorbei.

Benannt sind die Eisheiligen nach den Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und der „kalten Sophie“. Sie stehen traditionell für eine Phase, in der noch einmal kalte Luft nach Mitteleuropa strömt. Genau dieses Szenario zeichnet sich aktuell ab. Laut Meteorologen sinken die Temperaturen bereits ab dem 5. Mai deutlich. In vielen Regionen Österreichs werden am Morgen nur noch Werte zwischen sechs und acht Grad erreicht. Örtlich ist sogar Bodenfrost möglich.

Deutlich kühler

Begleitet wird der Temperatursturz von wechselhaftem Wetter. Regen, Schauer und teils Gewitter sorgen dafür, dass sich die kühle Luft festsetzt. Auch tagsüber bleibt es ungewöhnlich frisch, mit Höchstwerten von lediglich 16 Grad im Westen.

Für Natur und Landwirtschaft kann das problematisch werden. Blühende Obstbäume, junge Pflanzen und empfindliche Kulturen reagieren besonders sensibel auf späte Kälte. Genau deshalb galten die Eisheiligen über Jahrhunderte hinweg als wichtiger Orientierungspunkt.

Immerhin gibt es Hoffnung: Gegen Mitte des Monats soll sich das Wetter wieder stabilisieren. Bis dahin heißt es jedoch – ganz im Sinne der alten Bauernregel – noch einmal bibbern im Mai.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten