Kopie von Feuerwehrmänner

Innsbruck/Hall

Brand-Anschläge: Wien ermittelt mit

Bundeskriminalamt entsandte zwei Spezialisten nach Tirol.

Zwei Tage nach den verheerenden Brandanschlägen auf die Firma HWC gab es am Donnerstag weiterhin keine konkrete Spur zum Täter. Der spektakuläre Fall erreichte mittlerweile auch Wien: Das Bundeskriminalamt schickte als Unterstützung zwei Spezial-Ermittler nach Tirol. „Gemeinsam arbeiten wir an der Branduntersuchung“, sagt der Brandermittler des Landeskriminalamts Tirol, Markus Hammerl.

Akribische Ermittlungen
Die Arbeit der Polizei konzentriert sich derzeit auf jenen Raum im vierten Stock des Gebäudes am Bozner Platz, in dem sich eine Explosion ereignet hatte. „Damit wir so deutlich wie möglich erkennen können, was der Auslöser war“, so Hammerl.

Gibt es Klarheit über den verwendeten Brandbeschleuniger oder Sprengstoff und die Handschrift des Täters, könnte das mehr oder weniger direkt zum Feuerteufel führen. Ein Ende der Ermittlungen ist vorerst nicht abzusehen. Hammerl geht jedoch davon aus, dass „in den nächsten Tagen“ erste Ergebnisse vorliegen.

„Strahlende“ Kunden
Firmenchefin Renate Gollner wollte zu den beiden Anschlägen weiterhin nicht Stellung nehmen. Ihr Unternehmen HWC ist wie berichtet auf die Analyse von Wasser- und Luftkeimen spezialisiert. Zu den Kunden gehören Krankenhäuser und Pflegeheime in Österreich und Deutschland, aber auch Kernkraftwerke.

Wie berichtet, war in der Nacht auf Dienstag das HWC-Büro in die Luft geflogen und danach ausgebrannt. Nur eine halbe Stunde später wurde in Hall der Dienstwagen eines Mitarbeiters abgefackelt.



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