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Ermittlungen

Weiter Rätsel um Identität der See-Leiche

Die Ermittler der Polizei hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Identität einer verstümmelten Frauenleiche, die Mitte April im Neusiedler See im Burgenland aufgefunden worden war, ist noch nicht geklärt. Der mutmaßliche Täter, der 63-jährige Alfred U. ist geständig. Er soll die Frau in seiner Wohnung in Wien-Brigittenau erwürgt und zersägt haben. Er habe die Leichenteile in Plastiksäcken und Kisten entsorgt. Einige Leichenteile wurden zudem noch in der Kühltruhe gefunden.
 
Die Identität des Opfers ist weiter ein Rätsel. Die Frau, die von ihrem mutmaßlichen Killer "Beate" genannt wurde, dürfte zwischen 20 und 40 Jahren alt und zwischen 155 und 165 Zentimetern groß gewesen sein. Alfred U. vermutet, dass es sich um eine Ungarin gehandelt hat. Sie habe eine Zahnfehlstellung, rötlich-schwarzes, sehr kurzes Haar und ein durchstochenes Ohrläppchen gehabt. Ihre DNA wurde bei einem Einbruchsdiebstahl im Frühjahr 2017 sichergestellt, berichteten die ermittelnden Beamten bei einer Pressekonferenz. Ob sie für den Einbruch verantwortlich war oder den keller benutzt haben, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
 
 
Alfred U. sei im Oktober 2016 aus dem Maßnahmenvollzug bedingt entlassen worden, sagte Verena Strnad, Sprecherin der Staatsanwaltstadt Eisenstadt. Sie verwies auf das "massiv einschlägig getrübte Vorleben" des Mannes, der zuvor in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht gewesen war.
 
Der Beschuldigte habe angegeben, die Frau Ende März in seiner Wohnung in Wien im Streit getötet zu haben. Danach habe er die Leiche mehrfach zerteilt, ins Burgenland gebracht, wo er Pächter einer Seehütte war, und mit einem Elektroboot in die Ruster Bucht transportiert und versenkt. In einer Tiefkühltruhe entdeckten die Ermittler weitere eingefrorene Leichenteile. "Er habe vorgehabt, sie zu einem späteren Zeitpunkt kosten zu wollen", habe der Verdächtige ausgesagt, berichtete Strnad.

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