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Mutter und Schwester trauern alleine in Quarantäne

Corona-Drama: Jetzt ist auch Angelos Familie erkrankt

Trauriger geht’s kaum: Jetzt hat Corona auch die Hinterbliebenen des an Corona verstorbenen Angelo (4) erwischt. 

NÖ. Die Geschichte aus Waidhofen an der Thaya sollte für alle eine Warnung sein – dass Corona auch für Kleinkinder gefährlich sein kann, und dass die Übertragung gerade im Kreis der Familie kaum zu stoppen ist. Wie berichtet, bemerkte die alleinerziehende Mutter Manuela W. zu Wochenbeginn leicht erhöhte Temperatur bei ihrem Sohn und macht sich große Sorgen – der Bub hat einen angeborenen Herzfehler und leidet an Bronchitis – und zwei Antigen-Tests: positiv. Danach verschlechterte sich sein Zustand zusehends, seine Lippen wurden blau. Mit der Rettung kam Angelo ins Klinikum nach Zwettl. „Dort haben sie versucht, ihn zu reanimieren“, schildert die Mutter gegenüber ÖSTERREICH. „Obwohl die Ärzte alles probiert haben, mussten sie mir schließlich ­sagen, dass er tot ist.“

© zVg
angelos Familie
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Angelo nach seiner Geburt mit Mama und Schwester.


Begräbnis . Um wenigstens die finanzielle Not der am Boden zerstörten hinterbliebenen Mutter und ihrer Tochter Celina zu linden, eröffneten Gastronom Alex Proksch und Friseurin ­Michaela Köck ein Spendenkonto für die 32-jährige Niederösterreicherin, die gleich den nächsten heftigen Schlag durch die Pandemie einstecken muss. Denn kaum ist klar, dass durch die Spenden die Kosten für die Bestattung gedeckt sind – hier wollen wir uns auch bei den ÖSTERREICH-Lesern bedanken –, ist leider völlig unklar, wann sie das Begräbnis ausrichten können.


Alleine. Sowohl Angelos Mutter – die ein Mal geimpft ist – als auch Angelos Schwester (12) sind an Corona erkrankt, müssen in Quarantäne daheim eingesperrt und ganz alleine trauern. Sie haben beide keinen leichten Krankheitsverlauf. Man kann nur hoffen, dass sie schnell genesen. 



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