Drogenring

Dealer holte sich von Ärzten Drogenrezepte

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Dealer erschlich sich Vertrauen der Ärzte und kaufte Drogenersatzstoffe in Apotheke.

Die monatelangen Ermittlungen für die Polizisten in Leibnitz haben sich gelohnt: Am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass ein Drogenring gesprengt wurde, der von Leibnitz aus ganz Österreich beliefert hat. Die mutmaßlichen Haupttäter, zwei Wiener (58 und 59 Jahre), sitzen in Haft. Die jüngste Drogendealerin ist erst 16 Jahre alt.

Auf die Schliche kamen die Beamten den sieben Verdächtigen durch deren Abnehmer – insgesamt rund 100 Personen.

Perfekte Fälschung
Um an die Drogenersatzstoffe zu kommen, soll der 58-jährige Wiener Arztbriefe und Rezepte – täuschend echt mit originalen Briefköpfen – am Computer gefälscht haben. Insgesamt dürfte er 1.300 Rezepte und medizinische Dokumente gefälscht haben. Zudem bastelte sich der Verdächtige Ausweise von verschiedenen Pflegeeinrichtungen. Anschließend tauchte er dort in Spitalskleidung bei Ärzten auf und gab sich als Pfleger krebskranker Patienten aus, die zum Teil morphinhaltige Medikamente benötigen würden. Mit den so erschlichenen Rezepten ging er zu Apotheken und kaufte ein.

Vertrieb
Für den Vertrieb der Ware war der 59-jährige Komplize zuständig. "Er fuhr mehrmals pro Woche mit dem Auto von Wien nach Graz und Oberösterreich", sagt Ermittler Anton Paierl von der Suchtmittelgruppe Leibnitz.

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