Freudentag

Der große Sieg der Nikolos

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Am 6. Dezember kommt der Nikolaus. Der gütige Rauschebart wird tausende Kinder glücklich machen und den Streit um absurde Verbote vergessen lassen.

„Gerade im Bereich Kinder und Familien ist es schön, zu sehen, dass die Gesellschaft funktioniert, wenn der Hut brennt“, streut Lukas Mandl, Initiator von „Rettet den Nikolaus“, all jenen Rosen, die für den Liebling der Buben und Mädchen eingetreten sind.

Der ÖSTERREICH-Bericht über das Hausverbot für den bärtigen Gesellen in öffentlichen Wiener Kindergärten erboste das ganze Land und sorgte nicht nur für Kopfschütteln, sondern auch für eine unvergleichliche Welle der Sympathie. „Heuer werden sich die Kleinen besonders freuen, wenn sie von ihrem geliebten Weihnachtsboten belohnt werden“, ist sich eine Mutter sicher, „sie haben sich schon so lange auf den Besuch gefreut.“

Weniger froh war dagegen Jugendstadträtin Grete Laska, die den entbehrlichen Streit ins Rollen gebracht hatte. Ihr stattete gestern ein VP-Nikolaus einen Besuch im Wiener Rathaus ab. Es folgten Szenen wie aus der Satire-TV-Serie „MA 2412“: Da der Rauschebart nicht vorgelassen wurde, verteilte er an das verblüffte Büropersonal Trockenobst.

In allen Bundesländern wurde am 6. Dezember der gütige Bote mit Bischofsmütze und Stab begeistert empfangen. Um auszuschließen, dass sich Kinder vor dem freundlichen Herren fürchten, wurden die Besuche gut vorbereitet. So erzählte zum Beispiel in Neidling im Bezirk St. Pölten ein Theologe die Geschichte vom Heiligen Nikolo und verteilte dann in Verkleidung Nüsse und Leckereien an Buben und Mädchen.

Mit Humor reagierte Wiens­ Bürgermeister Michael Häupl auf den Nikolaus-Streit: „Wir sollten die Initiative ,Rettet den Krampus' vorschlagen. Der letzte Rote muss erhalten bleiben.“

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