Westbahnhof

Weniger Vorfälle

Diese kuriose Maßnahme macht Westbahnhof sicherer

Die Lage am Crime-Hotspot Westbahnhof hat sich merklich gebessert.

Der Westbahnhof wurde vergangenes Jahr zum neuen Crime-Hotspot Österreichs. Immer wieder kam es zu brutalen Massenschlägereien, Berichte gab es auch über Drogenkonsum und Prostitution. Bei ÖSTERREICH meldete sich ein Insider, der über die wahren Zustände im früheren Hauptbahnhof und im Einkaufszentrum samt Food Corner auspackt: "Von 17 bis 22 Uhr ist hier drin die Hölle. Es vergeht kein Tag, an dem es zu keinem Zwischenfall kommt und an dem Bahnhofssecurity sowie die Polizei nicht extrem gefordert sind."

Denn in der Halle tummeln sich nicht nur Bahnreisende, Passanten und Shopper, sondern augenscheinlich ebenso viele zwielichtige Gestalten. Der Insider: "Das Problem ist, dass das Gratis-WLAN und die Wärme jetzt im Winter ein Magnet sind. Vor allem die jungen Afghanen haben den Bahnhof zu ihrem Revier erklärt. Dazu kommen Drogenhandel, Bettler und Obdachlose, die hier übernachten ­wollen, illegale Prostitution, Raub, Diebstahl und was man sich noch vorstellen mag."

WLAN eingeschränkt
Die ÖBB reagierte auf die vielen Vorfälle. Ende Jänner wurde das Gratis-WLAN stark eingeschränkt, jetzt gibt es nur mehr 15 Minuten kostenloses Internet pro Tag. Die Maßnahme zeigte sofort Wirkung. Laut Polizei und ÖBB hat sich die Lage am Westbahnhof seither deutlich gebessert. Polizeisprecherin Irina Steirer berichtet gegenüber dem ORF: "Die Kriminalität am Bahnhof ist stark rückläufig. Es gibt noch immer 20 bis 30 Jugendliche, die sich am Bahnhof aufhalten, aber aufgrund der verstärkten Kontrollen und der Präsenz hat sich die Lage generell beruhigt."

Auch ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger spricht von einer merklich verbesserten Lage. Hahslinger führt dies neben der WLAN-Beschränkung auch auf die erhöhte Präsenz von Sicherheitsmitarbeitern und der Polizei zurück.



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