Drohung gegen Frau: Kein Gift in Praline

Bizarrer Scherz

Drohung gegen Frau: Kein Gift in Praline

Bürgermeisterin von Rüstorf kann ein wenig aufatmen.

Anfang September erreichte die Serie an Morddrohungen gegen die Bürgermeisterin von Rüstorf (Bez. Vöcklabruck), Pauline Sterrer, einen makabren Höhepunkt: Wie berichtet, fand die ÖVP-Politikerin vor ihrer Bürotür ein "Mon Chéri“ – seit dem Strychnin-Anschlag auf den Bürgermeister von Spitz (NÖ), Hannes Hirtzberger, im Februar 2008 eine gefährliche Drohung.

Kein Gift

Nun kann Sterrer ein wenig aufatmen: Laut Sicherheitsdirektor Alois Lißl ergab eine erste Untersuchung, dass in der Praline kein Gift enthalten war. Absolute Klarheit gebe es aber erst mit dem endgültigen Bericht, der noch nicht vorliegt.

Auch wenn sich der Anschlag jetzt als bizarrer Scherz entpuppt – die Ak­tion hat die Bürgermeisterin in Angst und Schrecken versetzt. "Ich kann kaum schlafen. Das Ganze belastet meine Familie, regt meine Kinder auf. Wir haben alle Angst“, gab Sterrer nach der Attacke gegenüber ÖSTERREICH an. Ihre Arbeit nahm sie sich für einige Tage mit nach Hause. Gestern war die Bürgermeisterin für eine Stellungnahme zu den neuen Entwicklungen in dem Fall nicht erreichbar.

Täter unbekannt

Wer Sterrer mit Briefen und der Praline bedroht hat, bleibt indes völlig unklar. "Ich traue niemandem diese Tat zu“, sagt die Ortschefin. Auch, ob es ein und derselbe Täter war, ist laut Polizei nicht geklärt.

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