E-Paper Banner

Im Spital isoliert

Ebola-Alarm bei Uganda-Rückkehrer in Oberösterreich

Eine am Montag aus Uganda zurückgekehrte Person ist in Oberösterreich zur Abklärung etwaiger Ebola-Symptome in einem Spital aufgenommen und isoliert worden 

Das teilten die Landessanitätsdirektion und die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung am Donnerstag mit. Eine erste Blutprobe habe kein Vorhandensein einer Ebola-Infektion gezeigt, dieser vorläufige Befund müsse aber noch durch eine zweite Probe bestätigt werden. 

Die Person - es ist nicht bekannt, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt - sei am Mittwoch aufgrund ihrer Krankheitssymptome zur stationären Abklärung im Krankenhaus aufgenommen worden, hieß es. Da sie am Montag aus Uganda zurückgekehrt sei, welches derzeit von dem aktuellen Ebola-Ausbruch betroffen ist, sei sie entsprechend den medizinischen Leitlinien isoliert und behandelt worden. Solange die Ergebnisse der zweiten Blutprobe ausstehen, bleibe sie in isolierter Spitalsbehandlung.

 

Die Erklärgrafik zeigt zentrale Informationen zum Ebola-Virus. Der Ursprung wird bei Flughunden vermutet, Affen gelten als Zwischenwirte. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten von infizierten Tieren oder Menschen. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Fieber sowie Blutungen. Die Sterblichkeit kann je nach Virentyp bis zu 90 % betragen. Bei der Behandlung werden Schutzkleidung wie Brille, Mundschutz und Handschuhe empfohlen. Quelle: APA.

 

 

Überstellung nach Wien geplant

Laut Behandlungsteam sei der Gesundheitszustand der betroffenen Person stabil. Sie werde im Lauf der nächsten Stunden mittels Infektionstransport in eine Spezialklinik nach Wien überstellt. Die Gesundheitsbehörden haben Mittwochabend das Kontaktpersonenmanagement in die Wege geleitet. Mit Details halten sich die Behörden bedeckt, sie berufen sich auf den Datenschutz. So wurde nicht bekanntgegeben, um welche Spitäler in Oberösterreich und in Wien es sich handelt.

 

Die Karte zeigt den Ebola-Ausbruch in Afrika im Jahr 2026. Betroffene Regionen sind Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo und Kampala in Uganda. Der erste Fall wurde 2026 in der Provinz Ituri gemeldet. Quelle: BBC/CNN.

 

 

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Ebola-Ausbruch zählt die Demokratische Republik Kongo mittlerweile mehr als 900 Verdachtsfälle und mehr als 200 Tote. Aus dem Nachbarland Uganda gibt es keine Zahlen. Die WHO rechnet damit, dass sich die Lage in den afrikanischen Ländern weiter zuspitzen wird. Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, weil es für den seltenen Bundibugyo-Typ bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten