Nach mehreren Todesfällen und einem Hantavirus-Ausbruch hat das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ nun den Hafen von Rotterdam erreicht. Dort laufen jetzt umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen an.
Die von einem Hantavirus-Ausbruch überschattete Kreuzfahrt ist in den Niederlanden angekommen. Die „Hondius“ lief am Montag in Rotterdam ein, nachdem an Bord mehrere Menschen erkrankt waren.
- So gefährlich ist das "Hantavirus" wirklich
- Trotz Hantavirus: Argentinien-Fans reisen zur WM
- Hantavirus: Nach Wien-Flug Suche nach Passagieren
Drei Passagiere kamen infolge des Ausbruchs ums Leben. Eine Französin wird weiterhin in Paris medizinisch behandelt und befindet sich laut Berichten an einer künstlichen Lunge.
Quarantänebereich aufgebaut
Im Hafen wurden bereits Vorbereitungen für die Ankunft getroffen. Für die verbliebenen 25 Crewmitglieder sowie zwei Ärzte entstand ein abgesperrter Quarantänebereich direkt am Pier. Nach medizinischen Untersuchungen sollen die Besatzungsmitglieder getestet und anschließend isoliert werden.
Auch deutsche Tote noch an Bord
Besonders tragisch: Auch der Leichnam einer 78-jährigen Deutschen befindet sich Berichten zufolge noch auf dem Schiff und soll in Rotterdam von Bord gebracht werden.
Im Anschluss sind umfassende Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen auf der „Hondius“ geplant. Trotz des dramatischen Virus-Ausbruchs hält die Reederei offenbar an den nächsten Fahrten fest. Bereits Ende Mai soll das Schiff wieder Richtung Arktis aufbrechen. Ob die „Hondius“ bis dahin tatsächlich freigegeben wird, ist derzeit allerdings noch unklar.