Ein Foto sorgt derzeit für heftige Diskussionen: Ein Mann posiert auf dem gestrandeten Wal-Kadaver für ein Selfie. Die Empörung ist groß, doch der Betroffene verteidigt sein Verhalten.
Vor der dänischen Insel Anholt endete eine wochenlange Rettungsaktion tragisch: Buckelwal „Timmy“ wurde tot an einer Küste vor Dänemark entdeckt. Kurz danach verbreitete sich ein Bild in sozialen Netzwerken, das viele fassungslos macht.
- Schaulustige knipsen Selfies auf totem Wal "Timmy"
- Wal-Schock: Timmy ist tot
- Toter Wal vor Dänemark: Schwanzflosse soll Klarheit bringen
Zu sehen ist ein Badegast, der auf den toten Wal geklettert sein soll, offenbar um Erinnerungsfotos zu machen. Die Aktion löste rasch Kritik und Entsetzen aus.
Mann verteidigt sich
Gegenüber RTL erklärte der Mann nun seine Sicht der Dinge. Für ihn sei die Situation etwas Einmaliges gewesen. „Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich die Gelegenheit, auf einen Wal zu klettern“, rechtfertigte er sein Verhalten.
Zugleich betonte er, es handle sich nicht um ein „heiliges Tier“, sondern um einen bereits toten Wal.
Behörden warnen eindringlich
Experten raten allerdings dringend davon ab, sich gestrandeten Walen zu nähern, selbst dann, wenn diese bereits tot sind. Der Grund: Während der Verwesung entstehen Gase im Inneren des Körpers, die sich unter der dicken Haut sammeln können.
Im schlimmsten Fall könnten tote Wale dadurch sogar explodieren. Zudem warnen Behörden vor möglichen Krankheitserregern, die auch für Menschen gefährlich werden können.