Entwarnung nach Ruhr-Verdacht in Salzburg

Flüchtlinge

Entwarnung nach Ruhr-Verdacht in Salzburg

Der Verdachtsfall bei einem Flüchtling hat sich nicht bestätigt.

Der Verdachtsfall auf Ruhr hat sich bei einem weiblichen Transitflüchtling in Salzburg nicht bestätigt. Die Behörden gaben am Montag Entwarnung, nachdem die Laborwerte der Salzburger Landeskliniken (SALK) keinen Hinweis auf die ansteckende Darm-Erkrankung gebracht hatten. Die 28-Jährige darf heute das Spital verlassen. Die Quarantäne für 49 Flüchtlinge wurde aufgehoben.

Ärztliche Behandlung
Die 49 Mitreisenden, die mit der 28-Jährigen am vergangenen Freitag in einem Bus auf dem Gelände des Transitquartiers in der ehemaligen Autobahnmeisterei in Salzburg-Liefering angekommen waren, befanden sich über das Wochenende im alten Zollamtsgebäude an der Grenze zu Freilassing unter ärztlicher Beobachtung. Sie wurden dort isoliert untergebracht. Bezirkseinsatzleiter Michael Haybäck hat nach der ärztlichen Entwarnung die Quarantäne über die Flüchtlinge im Zollamtsgebäude aufgehoben.

Die 28-Jährige hatte in der Nacht auf Samstag gegenüber einem Sanitäter über schwere Bauchkrämpfe und Durchfälle geklagt. Sie wurde mit der Rettung ins Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. Zunächst habe es eine Hinweisdiagnose auf die hochgradig infektiöse Erkrankung gegeben, sagte Primar Richard Greil auf Anfrage der APA. Die Laborbefunde seien aber negativ gewesen. Die Frau habe an einem allgemeinen Infekt gelitten, erklärte Greil. Eine Ruhr-Erkrankung kann lebensbedrohlich sein.
 

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