Falsche Mails: 38.000 für die "Phish"

Internet-Betrug

Falsche Mails: 38.000 für die "Phish"

Internet-Kriminelle haben eine kleine Firma um 38.165 Euro betrogen.

Für Millionen Österreicher ist das Internet ein Segen, für immer mehr wird das Netz zum Fluch. Wie vor ein paar Wochen in der Ortschaft Eichgraben. Dort geriet das kleine Elektrounternehmen von Martin Pongratz innerhalb weniger Minuten an den Rand des Ruins.

E-Mail der Sparkasse 
täuschend echt kopiert
Sarah Lessak, die Nichte des Firmenchefs, kümmert sich an diesem Morgen um die Buchhaltung ihres Onkels. Dabei öffnet sie am PC eine E-Mail, die einem Schreiben der Hausbank täuschend ähnlich sieht. Sie klickt sich durch die vermeintliche Sicherheitsabfrage der Sparkasse, gibt Verfügernummer und Passwort an.
Ein verhängnisvoller Fehler. Nur eineinhalb Stunden später werden vom Geschäftskonto 38.165 Euro abgebucht. Adressat: ein Empfänger in Abu Dhabi.

Die Mail der Sparkasse war gefälscht, Sarah Lessak und ihr Onkel Martin Pongratz wurden Opfer einer sogenannten Phishing-Attacke. Dabei spähen Kriminelle übers Internet Kontodaten aus, um anschließend die Bankguthaben ihrer Opfer zu plündern. Diese Angriffe kommen in Österreich immer häufiger vor.

Sarah Lessak hat umgehend ihren Bankberater über die Phishing-Attacke informiert: „Doch der konnte angeblich nichts mehr machen“, sagt sie.

Die kleine Firma steht 
jetzt vor der Pleite
7000 Euro hatte der Kriminelle inzwischen vom Konto in Abu Dhabi behoben, immerhin konnte die Sparkasse den Rest von 31.165 Euro einfrieren. Aber: Ohne eine Erklärung zur Schad- und Klagloshaltung verliert Pongratz auch dieses Geld. Er ist verbittert: „Es ist eine Frechheit, wie die Sparkasse mit mir umgeht, ich stehe vor dem Konkurs.

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