Gesundheitsministerium warnt vor bevorstehender Grippe-Welle

Chronik

Gesundheitsministerium warnt vor bevorstehender Grippe-Welle

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15 von 100.000 Menschen in Österreich sterben im Durchschnitt jedes Jahr an der ''echten'' Grippe, das entspricht laut Gesundheitsministerium mehr als 1.000 Todesfällen pro Jahr.

Wien. Die Zahl der Grippefälle in Österreich steigt, die AGES schätzt die Zahl der aktuell an Influenza und grippeähnlichen Infekten laborierenden Menschen auf 2.700 pro 100.000 Einwohner. Das sei schon deutlich höher als der Maximalwert der beiden vergangenen Grippesaisonen, als solche Erkrankungen wegen der Corona-Maßnahmen mit Masken und Abstand allerdings großteils ausgeblieben waren. Besonders betroffen seien derzeit Kinder bis vier Jahre.

Dem Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien wurden in der vergangenen Woche 70 Fälle von Influenza aus ganz Österreich gemeldet, mehr als vier Mal so viele wie in der Woche zuvor. 15 von 100.000 Menschen in Österreich sterben im Durchschnitt jedes Jahr an der "echten" Grippe, das entspricht laut Gesundheitsministerium mehr als 1.000 Todesfällen pro Jahr. Die Zahl schwankt aber je nach Virusvariante stark. Bei der bisher letzten großen Influenzawelle im Winter 2016/17 wurde die Zahl der Todesopfer auf über 4.000 geschätzt.

Impfprogramme bereits gestartet

Im Gegensatz zu Corona erkranken nicht nur Personen ab 60 und Risikopersonen schwer an Influenza, sondern auch Säuglinge und Kleinkinder. Deshalb wird auch den ganz Jungen eine Impfung besonders empfohlen. Der Impfstoff gegen Influenza wird jährlich an die zirkulierenden Viren angepasst. Die bisher durchgeführten Analysen zeigen eine gute Übereinstimmung. Impfprogramme sind bereits in allen Bundesländern gestartet.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bereitschaft zur Impfung aber etwas gesunken. Seit August wurden rund 340.000 Influenza-Impfungen in den e-Impfpass eingetragen, im selben Zeitraum 2021 waren es rund 430.000. Die tatsächliche Zahl dürfte aber jeweils höher liegen, weil die Eintragungen nach wie vor nicht lückenlos erfolgen.

Eine Influenza-Welle führe zu einer hohen Belastung des Gesundheitssystems und könne binnen weniger Wochen eine hohe Anzahl an Todesopfern verursachen, warnte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). "Wir haben es selbst in der Hand, schwere Erkrankungen und viel Leid zu verhindern."

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