Gewitterfront verursacht Schäden

Chronik

Gewitterfront verursacht Schäden

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In Salzburg und Oberösterreich waren zahlreiche Feuerwehren im Einsatz.

Eine Gewitterfront mit Windgeschwindigkeiten bis zu 81 km/h hat am Sonntagabend im Flachgau zahlreiche Sturmschäden verursacht. Zehn Freiwillige Feuerwehren rückten mit insgesamt 140 Mitgliedern zu 13 Einsätzen aus. "Sie beseitigten umgestürzte Bäume, sicherten Baustellen und pumpten Keller aus", sagte am Montag ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos Salzburg.

Von dem Sturm betroffen war vor allem der westliche und nördliche Teil des Flachgaus. Die aus Bayern kommende Front zog über Großgmain, Wals-Siezenheim, Bergheim, Göming und Lamprechtshausen hinweg und dann weiter nach Oberösterreich. "Es ist eine kräftige Druckwelle von West nach Ost durchmarschiert", sagte Alexander Ohms von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg. In Mattsee tobte der Sturm am heftigsten. Ein Baum stürzte auf ein geparktes Auto, Personen wurden nicht verletzt.

Unwetter in Oberösterreich
Auch in Oberösterreich haben Unwetter zahlreiche Bäume umgeknickt, Keller überflutet und Dächer abgedeckt. 4.500 Feuerwehrleute waren an über 400 Einsätzen beteiligt. Blitzschläge lösten mehrere Brände aus. Drei Personen erlitten dabei Rauchgasvergiftungen, eine 70-jährige Altbäuerin bekam durch die Aufregung Herzprobleme und musste ebenfalls ins Spital. Bis zu 35.000 Haushalte waren kurzzeitig ohne Strom.

Am stärksten betroffen waren das Inn- und das Mühlviertel sowie der Zentralraum, wie eine Einsatzübersicht des Landesfeuerwehrkommandos zeigt. In den Innauen bei Mining (Bezirk Braunau) beispielsweise wurden die Autos zweier Fischer von umgestürzten Bäumen blockiert. Erst nachdem die Feuerwehr die Straße freigemacht hatten, konnten die Männer nach Hause fahren. In Zell an der Pram (Bezirk Schärding) stand eine Unterführung unter Wasser und musste ausgepumpt werden. In Moosham (Bezirk Ried) deckte der starke Wind das Dach eines Kunstdüngerlagers ab. Das Gebäude musste provisorisch gesichert werden, damit die dort aufbewahrten Substanzen nicht in Kontakt mit Wasser kamen.

Blitzschlag
In Engerwitzdorf (Bezirk Urfahr-Umgebung) setzte ein Blitzschlag einen Zählerkasten in einem Wohnhaus in Brand. Der 32-jährige Hausbesitzer entdeckte den Glimmbrand und verständigte die Feuerwehr. Er, seine fünfjährige Tochter und sein 60-jähriger Vater erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten in Spital. Auch in Atzbach (Bezirk Vöcklabruck) dürfte ein Blitz einen Brand ausgelöst haben. Teile des Wirtschafts- und des Wohntraktes eines Bauernhofs wurden stark beschädigt, ein Auto und ein Anhänger ein Raub der Flammen. Es gab zwar keine Verletzten, aber die 70-jährige Altbäuerin musste nach der Aufregung mit Herzproblemen ins Spital gebracht werden. Die Schadenshöhe stand in beiden Fällen vorerst nicht fest.

Stromausfälle

Eine weitere Folge der Unwetter waren Stromausfälle. Laut Landesversorger Energie AG waren bis zu 35.000 Haushalte ohne Strom, in den frühen Morgenstunden waren es noch 3.000.

Blitzschlag beschädigt Karren-Seilbahn
Im Zuge des schweren Unwetters im Vorarlberger Unterland ist am Sonntagnachmittag die Seilbahn auf den Dornbirner Hausberg Karren durch Blitzschlag beschädigt worden. Wie die Stadt mitteilte, wurde die Bahn den Sicherheitsvorschriften gemäß aber bereits vor Beginn des Sturms außer Betrieb gesetzt. Eine Gefährdung von Fahrgästen habe deshalb nicht bestanden.

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