Freundin und Sohn getötet

Google belastet Killer-Cop

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Internet-Anfragen als irres Indiz für eiskalten Doppel-Mord.

Die Bluttat im Oktober in einer Wohnung in Wien und der Versuch des mutmaßlichen Täters, Daniel L., die Leiche in seiner Heimat in der Steiermark zu entsorgen, sind vielen noch im Gedächtnis.

Der 23-jährige Polizist, der in U-Haft in Wien sitzt, ist grundsätzlich geständig, bestreitet aber einen von langer Hand geplanten Mord: Er sei in der Beziehung "todunglücklich" gewesen.

Deshalb habe er die Affäre mit einer Barfrau nicht beenden wollen. Eine Trennung von Claudia K. (25) habe er aber nicht geschafft. Da sei es passiert. Die Staatsanwaltschaft indes wirft dem geistig voll zurechnungsfähigen In­spektor eine eiskalt geplante Tat vor – und hat als Beweis dafür alle Google-Anfragen, die der Verdächtige vor und nach der Horror-Tat tätigte, gesammelt. Und die sprechen für sich – das ganze Verbrechen lässt sich damit erzählen.

Von "Genick brechen" bis "In Salzsäure auflösen"

Es begann mit dem Suchbegriff "Genick brechen", zwei Wochen später folgten "Schuss mit Kissen dämpfen", "Kopfschuss Glock", "Kissen als Schalldämpfer", "Ist eigentlich ein  Schuss ins Herz gefährlicher oder der in den Kopf" sowie "Schuss in Wohnung".

Unmittelbar nach der Tat suchte er auf Google "Wie trenne ich Kopf vom Körper", "Leiche in Müllverbrennungsanlage", "Leiche einmauern" sowie "Leiche in Salzsäure auflösen".

Wie berichtet, versteckte er die Körper seiner toten Frau und des erwürgten Sohnes Noah (2) im Keller, ehe er damit in die Steiermark fuhr.

Was er dort vorhatte? Auch das verrät er auf Google: "Wie lange braucht es, bis Fleisch verbrennt?" Bevor er die Leichen anzünden konnte, wurde Daniel L. geschnappt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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