Syrer auf der Flucht

EU- Haftbefehl für Buben-Entführer: Jetzt Polizeischutz für Tochter (5)

Die beiden Brüder Mahir (8) und Mahmoud (7) wurden gegenüber ihrer Volksschule entführt. Von ihnen fehlt noch immer jede Spur. 

In dem dramatischen Fall von Kindesentziehung in Wien kommen immer mehr Details ans Licht. Die beiden Buben Mahir und Mahmoud wurden am 25. Februar auf ihrem Schulweg, den sie alleine zurückgelegt hatten, von zunächst zwei unbekannten Männern in einen blauen Lexus gezerrt worden. 

Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei dem Entführer um den eigenen Vater der Kinder, Mohammad Ahmad A. (36), handeln dürfte. Er soll die Brüder, die er laut deren Mutter schon länger nicht mehr gesehen hatte, zusammen mit einem Komplizen aus ihrem Umfeld gerissen haben, um sie vermutlich nach Syrien zu bringen. 

Vier weitere Kinder aus seiner ersten Ehe soll er bereits im Dezember geholt haben. Auch von diesen Buben im Alter von 5 bis 13 fehlt bisher jede Spur (oe24 berichtete).

Zurückgelassen wurde aus der zweiten Ehe, die bereits seit vier Jahren geschieden sein soll, eine Tochter im Kindergartenalter. Diese soll laut Insider-Informationen derzeit auf ihrem Weg zum Kindergarten und zurück unter Polizeischutz stehen, damit nicht auch sie zum Entführungsopfer ihres eigenen Vaters wird. 

EU-Haftbefehl für Vater der Kinder

Vermutet wird der Syrer allerdings bereits im Ausland. Ein EU-Haftbefehl gegen den Mann liegt laut der Polizei bereits vor. Die Mutter der beiden Volksschüler hofft nun auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung. 

Der Vater hätte sich nun sogar von seiner Flucht via Social Media bei dem bekannten Influencer "Nimer Nimer" gemeldet. "Ich bin der Vater von Mahir und Mahmoud", soll er in einer privaten Nachricht, die oe24 vorliegt, geschrieben haben. "ich habe die Kinder mitgenommen, da ich vier Jahre von ihnen getrennt wurde. Die Zusammenführung seiner Familie in Österreich hätte er organisiert. "Jetzt habe ich meine Kinder hier verloren", heißt es weiter. "Ich bin in Richtung Syrien unterwegs, es geht den Kindern sehr gut."

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