Hundebiss: Mutter klagt an

Nach Spielplatz-Attacke

Hundebiss: Mutter klagt an

Amelies Mutter klagt: "Sie hat noch immer Albträume"

Die äußeren Wunden verheilen langsam, doch wie es in der Seele der kleinen Amelie ausschaut, kann die Mutter nur erahnen. Am Dienstag sprang ein Schäferhund die Zweijährige auf einem Spielplatz am Wiener Kaisermühlendamm an, riss sie von der Schaukel, verbiss sich in ihr. Nur mit Mühe gelang es Amelies Vater Michael P. (34), den Hund von seiner Tochter wegzureißen.

Für Amelie geht auch Tage danach die Tortur weiter: „Sie schläft immer noch sehr unregelmäßig und jeden Tag, wenn sie in der Früh aufwacht, erzählt sie von der Hundeattacke“, sagt Barbara O.-P., Amelies Mutter. „Man merkt ihr an, dass sich nach dem Biss etwas verändert hat.“

Diskussion um Hundeführschein
„Gott sei Dank hatte Amelie nur einen Schenkelbiss, aber wir wissen nicht, wie groß ihre seelischen Wunden sind“, so die Mutter. Seit Tagen ist die Familie nicht mehr in ihre Wohnung zurückgekehrt, wohnt bei den Schwiegereltern.
Währenddessen wird im ganzen Land weiter über den Hundeführschein diskutiert. Denn: Schäferhunde beißen am häufigsten zu. Trotzdem braucht man für sie keinen Führschein.

Auch gab es bisher keine Entschuldigung von Hundehalter Markus G., dessen Schäfer Amelie verletzt hat: „Er hat sich nie bei uns gemeldet“, wundert sich Amelies Mutter.

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